SG GERMANIA ZWENKAU
Handball aus dem Neuseenland
So 06.11.2016

Am Ende leider ein Punktgewinn

Zu Gast bei der HSG Riesa/Oschatz stand die SG Leipzig/Zwenkau am vergangenen Samstag seit langem einmal wieder auf eigenen Füßen. Die Germanen waren lange Zeit das bessere Team, knickten jedoch nochmal ein und konnten sich am Ende mit dem 27:27 Punktgewinn noch glücklich schätzen.

Auch ohne die sonst so zahlreiche DHfK-Unterstützung waren sich Trainer Maximilian Kügler, welcher an diesem Tag den sich beim Lehrgang in Kiel befindenden Oliver Stockmar als Headcoach vertrat, sowie der Rest seines Teams ihrer Qualität bewusst und wollten somit auch bei diesem starken Aufsteiger an die jüngsten Erfolge anknüpfen. Unter diesem Gesichtspunkt legten die Zwenkauer auch gut los und konnten sich schnell eine 4:8 Führung sichern. Selbst eine frühe Unterzahlsituation in der achten Spielminute konnte die SG nicht aufhalten, sodass der Vorsprung sogar auf 7:13 anstieg. Leider blieben die Germanen bis zum Halbzeitpfiff selbst nicht konsequent genug und konnten zusätzlich keinen Profit aus ihrem Überzahlspiel schlagen, weswegen der 11:14 Halbzeitstand den weiteren Ausgang dieser Partie wieder offen ließ.

Im zweiten Durchgang wollten sich die Gäste wieder auf ihr eigenes Spiel besinnen, um wieder klare Verhältnisse in dieser Partie zu schaffen. Schließlich war man in der ersten Hälfte das deutlich bessere Team. Bis zum 15:19 sah dieser Weg auch vielversprechend aus, aber in der Folge knickten die Zwenkauer ein. Vergebene Chancen und Fehler im Aufbauspiel ließen den RIO-Express ins Rollen kommen. Die Hausherren schockten die SG somit kurzer Hand mit einem 9:2 Lauf zur eigenen 24:21 Führung. Dieser Nackenschlag brauchte etwas Zeit, um verdaut zu werden, aber die Germanen gaben sich nicht auf und kämpften sich trotz mehrmaliger Unterzahl wieder zurück in die Partie. In der letzten Spielminute konnten die Zwenkauer sogar wieder den 27:27 Ausgleich erzielen und im Folgeangriff der HSG sogar unter vollem Risiko noch einen weiteren Ball abfangen. Leider reichte die Zeit für einen Abschluss nicht mehr aus, sodass es am Ende bei diesem Unentschieden blieb.

Weiterhin erwähnenswert ist das Déjà-vu, welches die SG Leipzig/Zwenkau an diesem Tag mit dem gleichen Schiedsrichtergespann, das auch das Auswärtsspiel in Radeburg gepfiffen hatte, erlebte. Wie vor ca. fünf Wochen kassierten die Germanen in der spielentscheidenden Phase nicht nur satte vier Zeitstrafen, sondern auch weitere fragwürdige Entscheidungen, durch die Ballgewinne oder Tore verwehrt blieben und der Kampf zurück zum Ausgleich deutlich erschwert wurde. Sicherlich blieben auch die Hausherren bis kurz vor dem Umbruch des Spiels in einigen Situationen nicht unverschont, aber dennoch bringt, trotz einer gleichermaßen harten Gangart der HSG, ein Zeitstrafenverhältnis bis zur 57. Spielminute von 2:7 zum Nachteil der Zwenkauer wohl eine deutliche Aussagekraft mit sich.

Letztendlich müssen sich die Germanen trotzdem an die eigene Nase fassen, da sie durch die eigene nachlassende Konsequenz einen Gegner wieder ins Spiel brachten, den sie eigentlich vorab deutlich kontrolliert hatten. Somit müssen die Zwenkauer dieses Unentschieden leider als Punktgewinn betrachten. Nichtsdestotrotz scheint dieses 27:27 am Ende der gerechte, bittere Ausgang, denn ein Sieg wäre nach dem gesamten Spielverlauf betrachtet an diesem Tag wohl für keine Partei verdient gewesen.

Torhüter: Johannes Marek, Jonas Vogler
Torschützen: Michael Remme (1), Sebastian Steinbach, Alexander Groß (5/2), André Kroth, Oliver Dietze (6), John Rösel (7), Lukas Stähr (5), Adrian Sundorf (n.e.), Johannes Ruoff (3), Jonas Leubner

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.