SG GERMANIA ZWENKAU
Handball aus dem Neuseenland
Sun 22.11.2015

Big Points aus Görlitz entführt

Die längste Auswärtsfahrt der Saison führte die SG Leipzig/Zwenkau am vergangenen Samstag zum bisherigen Überraschungsteam SV Koweg Görlitz in die östlichste Stadt Deutschlands. Trotz permanenter Führung machten es die Germanen in den letzten Minuten noch einmal spannend, konnten aber am Ende dennoch den verdienten ersten Auswärtssieg einfahren.

In ihrem Vorbericht beklagten die Hausherren einige Verletzungssorgen, doch auch die Zwenkauer hatten nur ein geringes Kontingent an Spielern im Gepäck, da neben den Verletzten Sebastian Steinbach und Maximilian Schulz auch noch Marcel Magister kurzfristig krankheitsbedingt ausfiel. Dennoch kamen die Gäste sofort gut in die Partie und sorgten beim Stand von 1:4 vorerst für erstaunte Blicke sowie Stille in der gut gefüllten Jahnsporthalle Görlitz. In der Folge kamen aber auch die Gastgeber besser in Schwung und waren beim 7:7 wieder auf Augenhöhe. In dieser Phase mussten die Zwenkauer auch einige unglückliche Entscheidungen seitens der beiden Schiedsrichterinnen akzeptieren, die über die komplette Spielzeit oftmals so ihre Probleme hatten, eine klare Linie ausgeglichen auf beiden Seiten zu finden. Jedoch sollte das der letzte direkte Ergebniskontakt im gesamten Spiel bleiben, denn danach festigten sich bei den Germanen sowohl das Angriffsspiel als auch die Abwehr in Zusammenarbeit mit dem Torwart, sodass sie sich bis zur Pause eine komfortable 10:14 Führung erarbeiten konnten.

Im Gegensatz zum Auswärtsspiel in Hoyerswerda kam das Team von Oliver Stockmar hellwach aus der Kabine zurück. Mit einer stabilen Deckung als Grundlage brachten sie die Görlitzer zum Verzweifeln und konnten sich durch einfache Gegenstöße weiter absetzen. Direkt im Anschluss nutzten die Zwenkauer zusätzlich ihr Überzahlspiel optimal aus, um den Vorsprung bis auf 14:22 zu erhöhen. Als in der 50. Spielminute beim Stand von 19:26 den Hausherren sogar weiterhin eine herbe Schlappe drohte, war der Unmut der heimischen Fans immer lautstarker zu vernehmen. Daraufhin stellte die Koweg-Sieben ihre Deckung um und brachte die Gäste noch einmal ins straucheln. Die holten nun quasi ihre ausgelassenen technischen Fehler komplett nach und ließen zusätzlich noch drei klare Möglichkeiten liegen, um den Auswärtssieg vorzeitig dingfest zu machen. Kurzer Hand bäumten sich die Hausherren noch einmal mit einem 6:1 Lauf auf und somit stand es in der vorletzten Spielminute nur noch 25:27. Auf der Zwenkauer Bank wollte man schon gar nicht mehr hinsehen bis Tobias Weiß in der letzten Minute endlich die Erlösung brachte. Am Ende konnten die Germanen trotz der kleinen Schwächephase einen völlig verdienten 26:28 Auswärtssieg verbuchen.

Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung holt die SG Leipzig/Zwenkau zwei absolute Big Points bei einem der heimstärksten Sachsenliga-Teams, bei welchem sicherlich noch viele Mannschaften, einen heißen Ritt zu erwarten haben. An dieser Stelle soll aber zwei Akteuren gesondert Beachtung geschenkt werden. Insbesondere Niklas Pfeifer lieferte im Tor eine bärenstarke Leistung ab und war über 60 Minuten DER Rückhalt für seine Mannschaftskameraden. Ohne ihn wäre dieser Auswärtssieg sicherlich kaum möglich gewesen, denn er stand nicht nur sicher im Zusammenspiel mit seiner Abwehr, sondern zog oftmals auch als letzte Instanz bei zahlreichen freien Würfen sowie bei zwei Sieben-Metern den Görlitzern den Zahn. Ebenso konnte sich Debütant Lukas Stähr sofort ins Team einbringen, und brachte als Vertretung auf der Königsposition Rückraum links in Angriff sowie Abwehr eine ordentliche Leistung aufs Parkett.
Mit diesem Doppelpunktgewinn setzen die Germanen ein deutliches Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt und sehen mit breiter Brust der schweren Aufgabe am kommenden Samstag gegen Radeburg entgegen.

Zum Spielbericht des SV Koweg Görlitz

Torhüter: Gino Löffler (n.e.), Niklas Pfeifer (2 gehaltene 7m)
Torschützen: Michael Remme (5), Alexander Groß (n.e.), Tobias Weiß (4), Moritz Block (4), Marcus Zobel, Daniel Centner (5), Lukas Stähr (4), Tom Schulz (n.e.), Oskar Emanuel (6/1)

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.