SG GERMANIA ZWENKAU
Handball aus dem Neuseenland
Mo 29.12.2014

Der sechzigminütige Klassenunterschied

Anstatt den vierten Advent daheim gemeinsam mit den Liebsten zu verbringen, standen die Akteure der SG Leipzig/Zwenkau noch einmal zum letzten Heimspiel des Jahres 2014 auf der Platte. Zu Gast in der heimischen Stadthalle Zwenkau war der Ligaprimus SV Plauen-Oberlosa 04. Sechzig Minuten lang tat sich den zahlreichen Zuschauern ein Klassenunterschied auf, der in dem auch in der Höhe verdienten 16:31 Sieg für die Gäste gipfelte.

Bereits kurz nach Anpfiff wurde klar wohin die Reise für die Zwenkauer an diesem Tag gehen sollte. Eigentlich hatte man sich vorgenommen, die Vogtländer bis zur letzten Minute ärgern zu wollen. Doch schon in den ersten Spielminuten ließen zahlreiche technische Fehler ein ordentliches Positionsspiel überhaupt nicht zu und luden den Gast postwendend zu schnellen Toren ein, welche ihm eine 1:4 Führung bescherten. Im Anschluss stabilisierten sich die Germanen etwas und versuchten, das drohende Unheil abzuwenden, aber der Tabellenführer zeigte eindrücklich, warum er die beste Abwehr der Liga stellt. Dennoch wahrten die Hausherrenbeim 4:8 im erweiterten Sinn den Anschluss, da immerhin Torwart Johannes Marek mit einer an diesem Tag starken Leistung noch einige Würfe parieren konnte. Spätestens Mitte der ersten Hälfte war die Messe für Zwenkauer jedoch endgültig gelesen. Angriff um Angriff verpuffte förmlich an der bärenstarken Deckung bzw. dem starken Torhüter der Gäste, die mit Hilfe ihres brutal schnellen Umschaltspiels nun Tor um Tor auch das letzte Fünkchen Hoffnung des Gastgebers erstickten. Lediglich zwei weitere Tore konnten die Germanen noch zum vernichtenden 6:17 Halbzeitstand beisteuern.

Nach Wiederanpfiff wollten die Mannen um Trainer Stefan Remane wenigstens noch einmal versuchen, den zweiten Durchgang halbwegs ausgeglichen zu gestalten. Allerdings konnte auch dieses Vorhaben nicht umgesetzt werden. Die Sieben aus Plauen spielte ohne locker zu lassen weiter ihren Stiefel runter. Auch die zahlreichen Wechsel von Gästetrainer Jörg Grüner sollten zu keiner Zeit an der Dominanz seines Teams rütteln, während die Wechsel der Hausherren ebenfalls kein neues Bild erzeugen oder die erhofften Nadelstiche setzen konnten. Somit konnte der Ligaprimus mühelos seinen Vorsprung verwalten und sogar allmählich ausbauen. Als Außenstehender bekam man über die Stationen vom 10:23 zum 13:28 langsam Mitleid mit den Germanen. Zum Glück wurden die Akteure dann einige Minuten später von diesem rabenschwarzen Adventssonntag erlöst. Der 16:31 Endstand ging in dieser Höhe voll in Ordnung und bescherte den Gästen zudem den zehnten Sieg im zehnten Spiel.

Der SV Plauen-Oberlosa 04 war das mit Abstand stärkste Team, welches man in der bisherigen Sachsenligasaison in der Stadthalle Zwenkau vor der Brust hatte. Nicht zuletzt der Abwehrriegel sowie das Hochgeschwindigkeitsangriffspiel der Vogtländer zeigten den Germanen, dass sie an diesem Tag in allen Belangen unterlegen waren. Nichts desto trotz hätte die SG Leipzig/Zwenkau diesen Klassenunterschied glimpflicher gestalten können. Nach der Weihnachtspause gilt es vor allem, das Zusammenspiel im Positionsangriff zu verbessern, denn dort ruckelt es in den unterschiedlichen Aufstellungen noch gewaltig. Des Weiteren bedarf es des Fingerspitzengefühls des Trainerstabs, das angeknackste Selbstvertrauen wieder herzustellen und die gebeutelte Körpersprache des Teams, erneut mit Kraft sowie Leidenschaft zu versehen, damit man auch bald wieder Erfolge in Zwenkau feiern kann.

Zudem hofft das gesamte Team, dass alle Fans, Freunde und Förderer ein besinnliches Weihnachtsfest erleben durften und wünscht außerdem noch einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Zum Spielbericht des SV Plauen-Oberlosa 04

Torhüter: Gabor Pulay, Johannes Marek, Gino Löffler
Torschützen: Thomas Niese, Marcus Parybyk (1), Maximilian Schulz (5), Alexander Groß (2/1), Tobias Weiß (3), Oliver Dietze (2), Niklas Prautzsch, Daniel Sowada, Jonas Hönicke (2/1), Daniel Centner (1), Adrian Sundorf

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.