SG GERMANIA ZWENKAU
Handball aus dem Neuseenland
Mo 09.02.2015

Dezimierte Truppe unterliegt in Görlitz

Eine lange Busfahrt führte die SG Leipzig/Zwenkau am Sonntag in die östlichste Stadt Deutschlands zum Auswärtsspiel gegen den SV Koweg Görlitz. Zwischen diesen Teams, welche beide im Januar für ordentliche Furore gesorgt hatten, entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der die Zwenkauer am Ende doch das Nachsehen hatten.

Nach einem ausgeglichenen Start bis zum 3:3 nahmen die Hausherren das Heft in die Hand und nutzten gnadenlos ihre Möglichkeiten. Die Zwenkauer halfen dabei ordentlich mit, denn in der Abwehr verpasste man es oftmals, die Rückraumakteure der Görlitzer frühzeitig zu attackieren und im Angriff nahm man sich viele unvorbereitete sowie erfolglose Würfe, welche die Neißestädter postwendend bestraften. Somit zog der Gastgeber sogar auf 10:5 davon. Doch in der Folge fingen sich die Germanen und bauten endlich ihren Abwehrriegel auf, der in den letzten Partien den Erfolg mit sich brachte. Zusätzlich nutze man in den richtigen Zeitpunkten das Umschaltspiel und spielte seine Angriffe endlich geduldiger bis zum Erfolg aus, sodass man mit einem 7:0 Lauf den zuvor deutlichen Rückstand in eine 10:12 Führung ummünzte. Diese knappe Führung sollten die Gäste auch bis zur Pause beim Stand von 13:14 für sich behaupten können.

Im zweiten Durchgang entwickelte sich nun ein offener Schlagabtausch. Tor um Tor ging es auf beiden Seiten voran. Die Germanen blieben offensiv ihrer geduldigen Linie treu, konnten aber defensiv nicht mehr allzu viele Akzente setzen. Insbesondere den Koweg-Halblinken Kai Vogt, der am Ende mit zehn Toren bester Schütze der Partie war, bekam man nicht wirklich in den Griff. Zudem geriet das Abwehrgerüst durch die nun häufiger auftretende Unterzahlsituation zusätzlich unter Druck, während man jedoch in eigener Überzahl an diesem Tag zu keinem Zeitpunkt wirklich die Chance nutzen konnte. Dennoch war bis zur 47. Minute beim Stand von 22:21 für die Hausherren nicht abzusehen, wer das Feld als Sieger verlassen würde. Doch leider verließen die Germanen ihre Tugenden im Angriff und nahmen sich wie zu Beginn der ersten Hälfte unvorbereitete Chancen, welche vom nun gut aufgelegten Gästetorhüter dankend angenommen wurden. In dieser entscheidenden Phase hätte Trainer Oliver Stockmar sicherlich gern auf eine Alternative von der Bank zurück gegriffen, aber diese gab es nicht, da kein Akteur der DHfK A-Jugend Bundesliga mitgereist war, denn diese hatte parallel in Zwenkau selbst ein Spiel gegen die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden zu bestreiten. Zusätzlich stand mit Michael Remme eine wichtige Personalie für Angriff und Abwehr ebenso nicht zur Verfügung, sodass Oliver Stockmar insbesondere für den Rückraum die Hände bezüglich Umstellungen gebunden waren. Nach dem anschließenden 4:0 Lauf der Görlitzer war der Drops gelutscht und die Partie wurde beim Stand von 27:22, vielleicht am Ende etwas zu deutlich, zugunsten der Hausherren abgepfiffen.

Trainer Oliver Stockmar stand an diesem Tag nur ein dezimiertes Angebot von acht Feldspielern, von denen die drei Rückraumakteure komplett durchspielen mussten, zur Verfügung. Dennoch haben die alt eingesessenen Germanen gezeigt, dass sie selbst ohne DHfK-Nachwuchs in dieser Liga ordentlich mitspielen können. Wer weiß, ob der Ausgang des Spiels mit weiteren Alternativen knapper oder vielleicht sogar anders ausgesehen hätte, aber mit Sicherheit hätten den Germanen vor allem in den Schlussminuten ein paar frische Kräfte gut getan.

Zum Spielbericht des SV Koweg Görlitz

Torhüter: Gabor Pulay, Johannes Marek, Gino Löffler (n.e.)
Torschützen: Thomas Niese (2), Sebastian Steinbach (3), Marcus Parybyk (3), Maximilian Schulz (2), Alexander Groß (7/2), Tobias Weiß (1), Moritz Block (2), Adrian Sundorf (2)

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.