SG GERMANIA ZWENKAU
Handball aus dem Neuseenland
So 06.12.2015

Eine Halbzeit Abstiegskampf reicht nicht

Das letzte Spiel der Hinrunde verschlug die SG Leipzig/Zwenkau ins Erzgebirge. Dort traf man am Geyerschen Wald auf den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt Zwönitzer HSV 1928. Trotz eines starken Comebacks in Hälfte zwei brach den Germanen letztendlich der desolate erste Durchgang das Genick und besiegelte die bittere 31:29 Auswärtsniederlage.

Zu Beginn der Partie glänzten insbesondere die Angriffsreihen beider Mannschaften, während die Deckung beidseits noch so richtig Fuß fassen sollte. Somit verlief das Geschehen bis zum 6:6 ausgeglichen. Danach standen die Hausherren aber wesentlich kompakter und kamen im Angriff ein ums andere Mal insbesondere dank ihrer körperlichen Überlegenheit am Kreis zum Erfolg. Bei den Zwenkauern allerdings ging die vorab geplante Abwehrvariante, welche man sich gegen den wurfstarken Halblinken ausgedacht hatte, im Verlauf überhaupt nicht auf. Das richtige Abzählen sowie Übergeben funktionierte überhaupt nicht. Zudem schoss jeder Spieler der Gäste mindestens einen fatalen Bock, der den Gegner zum munteren Tore werfen einlud, sodass sich die Zwönitzer über die Stationen 12:8 und 17:10 entscheidend absetzen konnten. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang es den Germanen, zumindest noch auf den 18:13 Halbzeitstand zu verkürzen.

Für den zweiten Durchgang forderte Trainer Oliver Stockmar eine klare Leistungssteigerung in der Abwehr, denn sonst könnten seine Mannen vergebens versuchen, wieder zurück ins Spiel zu finden. Doch selbst eine Deckungsumstellung zurück zur gewohnten 5-1 Abwehr griff vorerst nicht. Zwönitz nahm immer mehr das Tempo raus und verwaltete geschickt seine Führung bis zum 27:22 in die Schlussminuten hinein. Doch plötzlich erhoben sich die Germanen noch einmal gegen die drohende Niederlage und legten einen kämpferischen 1:6 Lauf hin, welcher beim 28:27 drei Minuten vor Schluss das Spiel zu kippen drohte. Die Hausherren waren in dieser Phase zunehmend ratloser und konnten das erlösende Tor nicht erzielen. Doch leider verpassten es die Zwenkauer, überhaupt den Ausgleich zu erzielen und gerieten wieder in einen zwei Tore Rückstand, den sie bis zum Schlusspfiff leider nicht mehr wettmachen konnten, weswegen die Gäste eine bittere 31:29 Niederlage in diesem exorbitant wichtigen Spiel um den Klassenerhalt einstecken mussten.

Nach dieser Begegnung war der SG Leipzig/Zwenkau klar, dass eine ordentliche Halbzeit nicht ausreichend ist, um ein Spiel in der Sachsenliga, egal gegen welchen Gegner, zu gewinnen. Insgesamt brach die desolate Abwehrleistung in Hälfte eins den Zwenkauern das Genick, denn die Zwönitzer wären sonst definitiv schlagbar gewesen, obgleich sie auf vielen Positionen körperlich klar überlegen waren.
Trotz einer klaren Leistungssteigerung über den gesamten Verlauf der Hinrunde gesehen hängt der SG Leipzig/Zwenkau immer noch der katastrophale Saisonstart nach. Des Weiteren lässt diese letzte Niederlage im Jahr 2015 die Germanen mit der roten Laterne auf dem letzten Tabellenplatz überwintern. Nichtsdestotrotz zeichnet sich derzeit in der Tabelle von Platz acht bis zwölf ein enges Feld ab, welches um den Klassenerhalt in der Rückrunde kämpfen wird. Außerdem wird hoffentlich das anhaltende Verletzungspech abklingen. Ab dem 10.01. beginnen dann auch für die Germanen die Rückspiele im Jahr 2016 und dieses Mal dürfen sie den Start nicht so verschlafen wie zu Saisonbeginn, um den Verbleib in der Sachsenliga sichern zu wollen.

Torhüter: Gino Löffler, Marian Voigt
Torschützen: Alexander Groß (1), Tobias Weiß , Moritz Block, Marcus Zobel (6), Marcel Magister, Ron Günther, Daniel Centner (4), Lukas Stähr (6), Adrian Sundorf (2), Tom Schulz (n.e.), Oskar Emanuel (10/1)

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.