SG GERMANIA ZWENKAU
Handball aus dem Neuseenland
Mo 18.08.2014

Erfolgreiches Trainingslager bringt 3. Platz beim Wernesgrüner Cup

Im Rahmen zweier Vorbereitungshöhepunkte drehte sich am vergangenen Wochenende für die Akteure der neu formierten SG Leipzig/Zwenkau die Welt ausnahmslos um Handball. Gemeinsam absolvierte man zuerst das alljährliche Trainingslager und stellte direkt im Anschluss die geprobten Inhalte beim eigenen Wernesgrüner Cup am Sonntag auf den Prüfstand.

Für viele Handballtrainer beginnt ab Mitte August die Uhr ein wenig schneller zu ticken, denn oftmals wird in diesem Zeitraum die heiße Phase der Saisonvorbereitung eingeläutet. Auch die SG Leipzig/Zwenkau bildet hier keine Ausnahme und so lud Trainer Stefan Remane seine Spieler zum absoluten Pflichttermin, dem Trainingslager 2014. Entgegen der letzten beiden Jahre führte der Weg jedoch nicht wieder in die Niederlausitz nach Forst sondern ins altbekannte Zwenkau. Deswegen reisten am Freitagabend die Germanen mit prall gefüllten Sporttaschen und Schlafsäcken bewaffnet an und bezogen ihr Quartier in der heimischen Stadthalle, welche für das gesamte Wochenende als Trainingsstätte sowie Wohn- und Schlafzimmer diente. Zusätzlich gesellten sich zu den gewohnten Beteiligten auch noch neue Gesichter. Vier an der Zahl, bei denen es sich um Jonas Hönicke, Philip Jungemann, Daniel Centner und Niklas Prautzsch handelte. Die Nachwuchsspieler vom neuen Kooperationspartner SC DHfK Leipzig hatten dann bereits in der ersten Trainingseinheit um 20 Uhr erneut Gelegenheit, ihre neuen Weggefährten besser kennen zu lernen. Die weiteren drei Einheiten am Samstag galten besonders dem Augenmerk der Integration der jungen Körperkulturellen in das Team sowie der Verbesserung des geschlossenen Zusammenwirken in unterschiedlichen Konstellationen, weswegen akribisch und intensiv an der Taktik für das Angriffs- sowie Abwehrspiel gefeilt wurde. Nach dem Grillen an der Germania Klause, wo alle Akteure zu jeder Mahlzeit verköstigt wurden, ließ man den Abend gemeinsam noch in illustrer Runde ausklingen, bevor am nächsten Tag die große Probe aufs Exempel beim eigenen Wernesgrüner Cup anstand.

Bereits kurz nach dem Frühstück am Sonntagmorgen schlüpften die Germanen in ihre Trikots, da sie um 10 Uhr das Eröffnungsspiel gegen SG LVB III (Bezirksliga Leipzig) bestreiten durften. Nach einigen Startschwierigkeiten gegen die offensive Deckung der Leipziger fanden die Zwenkauer immer besser ins Spiel und konnten am Ende einen verdienten 15:11 Auftaktsieg einfahren. Im zweiten Spiel gegen den Zwönitzer HSV 1928 (Verbandsliga West) traf man als Aufsteiger auf den dazugehörigen Sachsenliga-Absteiger der Vorsaison. Von Beginn an kontrollierte das Team von Stefan Remane die Partie. Vor allem die vier Neuankömmlinge nahmen sich der Verantwortung im Rückraum an und führten die Germanen beim 12:10 Endstand zum zweiten Sieg. Dem Zwönitzer Spieler, welcher sich in der ersten Aktion des Spiels schwer verletzte, wünscht die gesamte Zwenkauer Mannschaft an dieser Stelle eine schnelle und komplikationsfreie Genesung.
In Partie Nummer Drei, galt es mit der SG Kühnau (Sachsen-Anhalt-Liga) einen der Turnierfavoriten zu bezwingen. Einerseits etwas unerwartet, andererseits erstaunlich souverän konnte die junge SG Leipzig/Zwenkau erneut für klare Verhältnisse sorgen und zähmte vor allem die wurfgewaltigen Rückraumshooter des Gegners, sodass auch der dritte Turniersieg mit 16:12 in der Höhe völlig in Ordnung ging. Das vierte und letzte Spiel des Tages war auch gleichzeitig das große Finale um den Turniersieg. Die Germanen trafen hier auf die HSG Wolfen 2000 (Sachsen-Anhalt-Liga) deren Sieben hochmotiviert in die Partie ging und nichts anbrennen ließ. Den Zwenkauern merkte man deutlich an, dass nach dem zuvor absolvierten Trainingslager nun langsam Kraft und Konzentration schwanden. Am Ende verlor man die Begegnung deutlich mit 12:18 gegen den Turniersieger aus Wolfen, welche ebenso mit einer Niederlage wie die SG Kühnau und SG Leipzig/Zwenkau aber das bessere Torverhältnis auf ihrem Konto hatten.

Dennoch zeigte sich Trainer Stefan Remane insgesamt sichtlich zufrieden mit dem dritten Platz und betrachtete wohlwollend die ersten Früchte, welche diese neue Symbiose aus seinen altbekannten Recken und DHfK-Nachwuchsspielern langsam zu tragen beginnt. Am kommenden Sonnabend, den 23.08.2014 führt der Weg die Germanen in ähnlicher Konstellation zum Sparkassencup nach Zwönitz, wo die Zwenkauer in einem ebenfalls hochkarätig besetzten Turnier weiter wichtige Spielpraxis für die bevorstehende Saison 14/15 in der Sachsenliga sammeln können.

Platzierungen:

1. HSG Wolfen 2000
2. SG Kühnau
3. SG Leipzig/Zwenkau
4. Zwönitzer HSV 1928
5. SG LVB III

Bester Spieler wurde Philip Jungemann von der SG Leipzig/Zwenkau. Den besten Torhüter stellte der Zwönitzer HSV 1928.

Glückliche Hand & Gut Wurf
A.G.