SG GERMANIA ZWENKAU
Handball aus dem Neuseenland
So 14.09.2014

Erstes Lehrgeld bezahlt: Der Ligaauftakt in Hoyerswerda geht mit 24:16 verloren

„Absteiger vs. Aufsteiger“ hieß das Motto des ersten Punktspiels der neuen Sachsenliga-Saison 2014/2015 für die SG Leipzig/Zwenkau auswärts gegen den LHV Hoyerswerda. Trotz hohen Einsatzes mussten die Germanen am Ende ihre erste Niederlage neidlos anerkennen und können dennoch positiv in die Zukunft schauen.

Bereits kurz vor Anpfiff war die Sporthalle des BSZ „Konrad Zuse“ prall gefüllt und die Zuschauer erwarteten stimmungsgeladen das erste Heimspiel der neuen Saison ihres LHV Hoyerswerda. Die Lausitzer, welche in der vergangenen Spielzeit noch in der MHV Oberliga agierten, waren sichtlich heiß auf ihr erstes Punktspiel in eigener Halle und machten das zu Beginn insbesondere durch eine sehr körperbetonte sowie aggressive Deckung deutlich. Der Sachsenliga-Neuling aus Zwenkau ließ sich trotzdem nicht von dieser Reviermarkierung beeindrucken und spielte seine Angriffe geduldig aus, um in einem munteren Spiel bis zum 4:4 auf Augenhöhe auszugleichen. Außerdem trat die Abwehr, mit der permanenten Sonderbewachung gegen den großgewachsenen Rückraumshooter Lukasz Stodtko, sehr solide dem hochmotivierten Gastgeber entgegen, sodass man bis zum Stand von 7:5 den Anschluss wahren konnte. In der Folge ließen die Germanen jedoch einige Chancen, inklusive drei Sieben-Meter, liegen und wurden dafür postwendend durch die Sieben von Hoyerswerda bestraft, die sich über die Station 10:6 bis zum 12:7-Halbzeitstand absetzen konnte.

Der Anfang der zweiten Hälfte lief für die Zwenkauer alles andere als gut. Vorn fehlte plötzlich die Durchschlagskraft gegen die robuste Deckung der Hausherren und man brachte die gut herausgespielten Situationen erneut nicht im Tor unter. Aufgrund dessen zogen die Lausitzer gnadenlos bis auf 17:9 davon und sollten diesen Vorsprung auch weiter verwalten können. In der Schlussviertelstunde rafften sich die Germanen noch einmal zusammen, um beim Saisonstart bei einem der Aufstiegsaspiranten nicht völlig unter die Räder zu geraten. Der Abwehrriegel hatte sich nun wieder gefestigt und konnte auch einige Ballgewinne für sich behaupten. Dennoch belohnte man sich oftmals nicht für die gute Deckungsarbeit, weswegen es nach wie vor acht Tore Rückstand beim 21:13 waren. Die Gastgeber spielten nun souverän die Partie zu Ende und konnten beim Endstand von 24:16 ihren hochverdienten Heimsieg feiern.

Trainer Stefan Remane musste die Leistung seines Teams mit zweierlei Maß bemessen. Zufrieden schaute er auf die unerwartet starke Abwehr seiner Mannen, welche ein wirkliches Offensivfeuerwerk des Aufstiegsfavoriten aus Hoyerswerda fast zu jedem Zeitpunkt unterband und den Gegner bei gerade mal 24 Toren hielt. Jede Torchance musste sich hart arbeitet werden. Leider galt das auch für die Germania, die durchaus zu gut herausgespielten Abschlusssituationen kam, diese aber viel zu wenige davon nutzte, um das Spiel vielleicht für eine längere Zeit offener gestalten zu können. Mit der Chancenverwertung, vor allem von beiden Außenpositionen und lediglich 16 eigenen erzielten Treffern kann man einfach nicht zufrieden sein. In diesem Punkt muss die SG Leipzig/Zwenkau noch eine Schippe drauflegen, um vielleicht schon im Heimdebüt am kommenden Sonntag gegen TSV 1862 Radeburg ihr erstes Positiverlebnis der Saison feiern zu können.

Torhüter: Gabor Pulay, Johannes Marek, Gino Löffler
Torschützen: Michael Remme, Sebastian Steinbach (2), Alexander Groß(2/1), Tobias Weiß (n.e.), Ron Günther (1), Maximilian Kügler (1), Niklas Prautzsch, Jonas Hönicke (6/1), Philipp Jungemann (4)

Glückliche Hand & Gut Wurf!
A.G.