SG GERMANIA ZWENKAU
Handball aus dem Neuseenland
Mi 15.02.2017

Halbfinaleinzug unter erschwerten Bedingungen

Nachdem die SG Leipzig/Zwenkau das Achtelfinale des HVS Pokals durch die Absage von Radeburg quasi am grünen Tisch gewann, musste sie am vergangenen Sonntag auswärts beim Verbandsligisten SG Kurort Hartha wieder auf dem Feld ums Weiterkommen kämpfen. In einer engen Viertelfinalpartie konnten sich die Germanen nur schwer an die Gegebenheiten gewöhnen, am Ende aber doch einen knappen 24:26 Sieg verbuchen.

Bereits in der Trainingswoche vor diesem Viertelfinale hatte Trainer Oliver Stockmar, dicke Sorgenfalten im Gesicht zu stehen, denn durch Winterurlaub, Prüfungsphase oder Erkrankung standen ihm nur ein Bruchteil der sonst zahlreichen Spieler zur Verfügung. Ehrlich gesagt hätten die Germanen ohne die erneute Unterstützung der SG Leipzig/Zwenkau II nicht einmal eine spielfähige Mannschaft ins Rennen schicken können. Selbst Co-Trainer Maximilian Kügler musste nochmal die Handballschuhe schnüren. Am Ende fiel Coach Stockmar sogar noch selbst krankheitsbedingt aus und somit rutschte Malte Flickinger, eigentlich Spieler der SG II, direkt auf die Trainerbank, um den „Spielertrainer“ Kügler zu unterstützen.

Das andere Horrorszenario bot sich dem gebeutelten Kader zusätzlich direkt auf dem Spielfeld. Bereits im Vorfeld wusste man, dass diese Begegnung ohne jegliches Haftmittel über die Bühne gehen würde. Die meisten Akteure kannten Handball ohne Harz nur aus Erzählungen früherer Zeiten und wurden nun mit der bitteren Realität vertraut gemacht. Dementsprechend fiel es den Gästen schwer, sich an die Spielbedingungen zu gewöhnen, so dass die Hausherren von Beginn an den Ton angaben und mit 7:3 in Front lagen. Nachdem die Germanen endlich ihre Streuung in den Nahwurfbereich verlagerten und auch in der Abwehr, mit einem gut aufgelegten Johannes Marek im Tor, mehr Zugriff erhielten, konnten sie das Spiel bis zur Halbzeitpause drehen und mit einer knappen 11:13 Führung zum Pausentee schreiten.

Im zweiten Durchgang hatte diese Führung aber nicht lang Bestand, da die Zwenkauer erneut ihrer alten Laster verfielen und durch Ungeduld inklusive unvorbereiteter Abschlüsse glänzten. Die Kurortler glaubten weiterhin an die nächste Pokalsensation und lagen mit Beginn der Schlussphase wieder knapp mit 20:19 vorn. Doch in der Folge nahm auch die Fehleranzahl der Heimsieben zu, was die SG knallhart bestrafte. Beim Stand von 24:24 riskierten die Hausherren noch einmal alles, aber die Germanen blieben besonnen und konnten am Ende mit einem knappen 24:26 Sieg das Pokalhalbfinale buchen.

Im Folgenden möchten sich alle Beteiligten noch einmal besonders bei allen Aushilfen bedanken, welche diese Partie für die SG Leipzig/Zwenkau überhaupt möglich gemacht haben. Umso besonders gilt es den Auftritt von Stefan Schirmacher, welcher sonst als Trainer der SG Leipzig/Zwenkau II eher die Fäden von der Bank zieht, hervorzuheben. Mit sagenhaften sieben Toren aus acht Versuchen war er sogleich bester Schütze im Trikot der Germanen an diesem Tag. Er wird sich dafür sicherlich mit den angemessenen Kaltgetränken in 4x5 erkenntlich zeigen.
Die Auslosung des Halbfinals ergab übrigens endlich einmal wieder ein Heimspiel für die Germania in der Stadthalle Zwenkau. Der Termin wird zeitnah bekannt gegeben. Zum Glück wieder mit Harz…

Torhüter: Johannes Marek
Torschützen: Sebastian Steinbach (3), Stefan Schirmacher (7/1), André Kroth (4), Maximilian Kügler (3), Adrian Sundorf (5/2), Leon Wellner (3), Jonas Leubner (1)

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.