SG GERMANIA ZWENKAU
Handball aus dem Neuseenland
Mon 13.04.2015

Hauptsache gewonnen!

Eine glanzvolle Wiedergutmachung hätte wohl anders ausgesehen, dachten sich alle Akteure der SG Leipzig/Zwenkau nach dem Spiel gegen den Tabellenletzten HSV Weinböhla am vergangenen Sonntag. In einer Partie mit reichlich Fehlern fingen sich die Germanen in der zweiten Hälfte und konnten beim 26:22 Endstand immerhin zwei weitere Punkte feiern.

Die Zwenkauer kamen gut in die Partie und gingen gleich mit 3:1 in Führung. Doch in der Folge bot sich den Zuschauern in der Stadthalle Zwenkau kein attraktives Spiel ihres Teams mehr. Die Hausherren glänzten nun durch Fehler im Spielaufbau und verteilten zusätzlich Geschenke in der Abwehr, sodass die Gäste zuerst beim 4:4 ausgleichen konnten und dann sogar mit 6:9 in Front lagen. Mit verbessertem Umschaltspiel kämpften sich die Germanen wieder auf 10:10 heran, um aber weiterhin wacklig in der Deckung gleich erneut mit 11:13 hinten zu liegen. In den letzten Minuten holten die Gastgeber noch einmal auf und konnten beim 14:14 Halbzeitstand immerhin die Grundlage für einen Neustart im zweiten Durchgang schaffen.

Dennoch lief die zweite Hälfte ähnlich wie die erste. Nach wie vor war das Spiel der Germania geprägt von Fehlern im Angriff und Abwehr, weswegen es bis zum 19:19 spannend blieb. Erst ab diesem Zeitpunkt konnte man die Deckung stabilisieren und somit die Angriffsbemühungen des HSV immer öfter zu Nichte machen. Endlich unterstützte man auch seinen zur Halbzeit eingewechselten Torhüter Gino Löffler, welcher mit insgesamt 50% gehaltener Bälle eine starke Leistung abrief und somit ein wichtiger Rückhalt seiner Mannschaft wurde. Erstmals konnten sich die Zwenkauer beim 22:19 auf drei Tore absetzen, kurz bevor die Schlussphase eingeläutet wurde. Nachdem Weinböhla kurrzeitig noch einmal auf 22:21 verkürzen konnte, bündelten die Hausherren noch einmal ihre Konzentration, machten in der Abwehr dicht und spielten vorn die letzten klaren Chancen heraus, sodass am Ende beim Stand von 26:22 ein weiterer Heimsieg gefeiert werden konnte.

19 TRF gepaart mit einer Angriffseffektivität von mageren 40% bei insgesamt 65 Angriffen bildeten die Statistikkeule, welche selbstverschuldet die SG Leipzig/Zwenkau daran hinderte, in dieser Begegnung frühzeitig klarere Verhältnisse zu schaffen. Hätte man an diesem Tag mit dieser Leistung gegen einen anderen Gegner als den Tabellenletzten HSV Weinböhla, der ebenso nicht in der Lage war diese Chance zu nutzen, gespielt, wäre man wohl kaum als Sieger vom Platz gegangen. Aber hätte, wäre, wenn…Letztendlich zählen die zwei Punkte und ein weiterer Heimsieg.

Zum Spielbericht des HSV Weinböhla

Torhüter: Gabor Pulay, Johannes Marek (n.e.), Gino Löffler
Torschützen: Michael Remme (2), Sebastian Steinbach, Maximilian Schulz (3), Alexander Groß (1), Tobias Weiß, Moritz Block (4), Ron Günther (3), Oliver Dietze (4), Jonas Hönicke (7), Daniel Centner (2), Adrian Sundorf (n.e.)

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.