SG GERMANIA ZWENKAU
Handball aus dem Neuseenland
Mo 21.03.2016

„Hinten ist die Ente fett.“

…dachte sich wohl auch die SG Leipzig/Zwenkau, welche im Rahmen des Pokalhalbfinales am vergangenen Sonntag auf den HSV Weinböhla traf. Denn erst in der Verlängerung konnten die Germanen mit einem am Ende doch deutlichen 28:34 Auswärtssieg den Einzug ins Pokalfinale feiern.

Von Beginn an wurde dem Team von Oliver Stockmar deutlich, dass es sich bei den Hausherren um ein anderes Kaliber als dem Viertelfinalgegner Waldheim handelt, da der HSV mit seinen Fans im Rücken durch enormen Druck und Willen nach vorn preschte und die Gäste sogar etwas überrumpelte. Die Zwenkauer konnten dennoch Stand halten und bis zum 8:8 blieb die Partie völlig ausgeglichen. Im Anschluss erhielten die Germanen mehr Zugriff in der Deckung und konnten sich somit eine angenehme Führung bis zum 10:13 Halbzeitstand erarbeiten.

Nach Wiederanpfiff konnte die SG diese aber nicht weiter ausbauen sondern kassierte sogar kurzer Hand den 15:15 Ausgleich. Davon ließen sich die Zwenkauer aber nicht weiter beeindrucken und legten im direkten Anschluss einen 2:6 Lauf zum 17:21 bis zum Anbruch der Schlussphase aufs Parkett. Leider war dieser Zug keine Vorentscheidung, denn plötzlich hatten die Gäste keine Antworten mehr auf die Fragen der Meißener parat. Dieses Momentum nutzte die Sieben um Spielertrainer Martin Kovar gnadenlos aus und kämpfte sich mit dem Schlusspfiff beim Stand von 23:23 in die Verlängerung.

Mit einem neuen Plan ging die SG in die erste Verlängerung und dieser sollte voll aufgehen. Mit 5:11 Toren in zehn Minuten rückten die Zwenkauer die Verhältnisse wieder ins richtige Licht und ließen somit jegliche Finalträume der Hausherren platzen. Am Ende ließen die Germanen also nichts mehr anbrennen und konnten mit einem 28:34 Sieg das Ticket für das Pokalfinale buchen.

Diesen Halbfinalsieg musste sich die SG Leipzig/Zwenkau wirklich hart erarbeiten, denn der HSV Weinböhla hatte wirklich alles in die Waagschale geworfen, um seinen Traum vom Pokalfinale zu verwirklichen. Erneut war dieser Sieg ein Resultat einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Es sprangen einfach andere in die Bresche, während gewohnte Leistungsträger nicht ihren besten Tag erwischt hatten. So lieferten zum Beispiel Marcus Zobel und Ron Günther, die beide in letzter Zeit eher weniger zum Einsatz kamen, eine starke Partie ab. Ebenso Pokaldebütant John Rösel, der zu Beginn der Partie und in der entscheidenden Verlängerung Verantwortung übernahm.
Egal wie es am Ende dazu kam, nun ist es vollbracht. Die Germanen stehen im Finale des Sachsenpokals und erwarten nun die HSG Neudorf/Döbeln in Döbeln zum finalen Tanz um den Pott.

Torhüter: Johannes Marek, Jonas Vogler
Torschützen: Sebastian Steinbach (1), Alexander Groß (5/1), Marcus Zobel (6), Ron Günther (7), Daniel Sowada (5/1), John Rösel (5), Lukas Stähr (n.e.), Adrian Sundorf (1), Tom Schulz (n.e.), Oskar Emanuel (4/1)

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.