SG GERMANIA ZWENKAU
Handball aus dem Neuseenland
Di 21.03.2017

Minimalziel erkämpft

Am vergangenen Sonntag führte es die SG Leipzig/Zwenkau nach Bautzen zum HV Oberlausitz Cunewalde. Gegen den unter Druck stehenden Tabellenvorletzten bewiesen die dezimierten Germanen echte Comeback-Qualitäten und erkämpften sich am Ende einen verdienten 30:32 Auswärtssieg.

Bereits seit dem Vorabend brannte beim HVO Cunewalde gewaltig der Baum, da die HSG Riesa/Oschatz über Döbeln triumphierte und der HVO somit auf den vorletzten Tabellenplatz abrutschte. Dementsprechend ging Trainer Carsten John mit voller Kapelle und gehörig Druck ins Spiel, während SG-Coach Stockmar lediglich acht Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung hatte. Dieser Druck war den Hausherren zu Beginn doch deutlich anzumerken, wovon die Zwenkauer bis zum 6:9 profitieren konnten. Im Anschluss gestaltete sich die Begegnung ausgeglichen und Cunewalde konnte sich sogar eine Führung erkämpfen. Die Germanen nutzten jedoch einige kleine Unpässlichkeiten kurz vor dem Pausenpfiff, um bis zum 13:12 zu verkürzen.

In Hälfte zwei war die Heim-Sieben tonangebend und konnte bis zum Beginn der Schlussphase ihre knappe Führung bis zum 28:26 wahren. Die SG musste reagieren und stelle noch einmal das Deckungssystem um. So konnten die Zwenkauer die Hausherren irritieren und provozierten einige Ballgewinne, welche sie dank einer cleveren Spielweise bis zur sicheren Chance erst in den 28:28 Ausgleich und kurz darauf in die 28:30 Führung ummünzten. In der letzten Spielminute spitze sich die Partie beim Stand von 30:31 noch einmal zu einem Herzschlagfinale zu, wobei die SG den Ballbesitz innehatte. Doch die Germanen konnten trotz der Manndeckung des HVO ausreichend Zeit von der Uhr nehmen, bevor Kapitän Alexander Groß sogar noch mit dem letzten Treffer zum 30:32 den Deckel draufmachte.

Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung inklusive starkem Willen bewies die ersatzgeschwächte SG Leipzig/Zwenkau ihre Comeback-Qualitäten und konnte zwei weitere Auswärtspunkte erkämpfen. Somit ist das Minimalziel „Klassenerhalt“ nun definitiv in Sack und Tüten. Das Team von Trainer Oliver Stockmar kann nun gelassen in die letzten drei Partien gehen, schielt aber immer noch mit einem Auge auf die Verteidigung des vierten Tabellenplatzes.
Ein Blick hingegen in die starren und fassungslosen Gesichter der Cunewalder nach diesem emotionalen Spiel, ließ bereits erahnen, dass die Lage weiterhin brenzlig bleibt. Wir wünschen dem HVO weiterhin viel Erfolg im Kampf gegen den Abstieg.
Seinen großen Anteil an der erheblichen Brisanz dieses Duells trug jedoch auch das junge Schiedsrichterpaar bei, welches sich von der ersten Spielminute an von der Kulisse vor Ort beeindrucken ließ und somit, ihm mehr als lieb, mit seinen Entscheidungen oftmals im kritischen Fokus stand. Somit fiel es beiden Teams nicht nur schwer seine Spielweise anzupassen, sondern auch die Gemüter ruhig zu halten…

Torhüter: Jonas Vogler, Marian Voigt (1 gehaltener Sieben-Meter)
Torschützen: Michael Remme (3), Alexander Groß (3), Ron Günther (2), Oliver Dietze (3), John Rösel (6), Lukas Stähr (2), Adrian Sundorf (7/4), Marvin Jürgens (1), Leon Wellner (5)

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.