SG GERMANIA ZWENKAU
Handball aus dem Neuseenland
Mo 09.03.2015

Rechtzeitig erwacht

Die SG Leipzig/Zwenkau hatte am vergangenen Sonntag auswärts gegen den Pokalfinalisten HSG Neudorf/Döbeln ein richtungsweisendes Spiel vor der Brust. Nach einer längeren Anlaufphase nahmen die Germanen den Kampf an und konnten am Ende noch einen verdienten 18:20 Auswärtssieg einfahren.

Trainer Oliver Stockmar und seine Mannen hatten sich für dieses Spiel im Vorfeld viel vorgenommen. Doch in der Anfangsphase konnte man davon nichts erkennen. Wie verschlafen wirkten die Zwenkauer in der Abwehr und trafen zudem im Angriff noch die falschen Entscheidungen. Somit lagen die Gäste alsbald mit 7:2 im Hintertreffen. Allein die Tatsache, dass die HSG zu diesem Zeitpunkt nicht zwingend genug agierte, erlaubte es den Germanen sich später wieder heran zu tasten. Denn erst einige Minuten nach der Auszeit von Coach Stockmar beim Stand von 8:4, begannen dessen Worte zu fruchten. Fortan verbesserte sich die Abwehrleistung erheblich und Gabor Pulay im Tor konnte sich somit ebenso besser auszeichnen. Außerdem belohnte sich die Germania dank besser herausgespielter Situationen nun auch im Angriff für ihre Mühen und stand plötzlich über die Stationen 9:8 sowie 10:10 wieder mitten im Geschehen. Die Döbelner konnten im Anschluss noch ein Tor zum engen 11:10 Halbzeitstand beisteuern.

Im zweiten Durchgang ging es ausgeglichen weiter. Einzige Sorge der Germanen war, dass Abwehrchef Sebastian Steinbach bereits mit zweimal zwei Minuten vorbestraft war. Doch auch die schon Ende der ersten Hälfte begonnene Deckungsumstellung tat dem Spiel der Zwenkauer keinen Abriss. Spätestens beim 13:13 saß man fest im Sattel und jeder nutzte seine Emotionen, um den Nebenmann weiter zu puschen. Die Gäste waren nun am Drücker und konnten in den Folgeminuten eine Führung auf 13:16 ausbauen. Aufgrund einiger Hinausstellungen, inklusive der dritten Zeitstrafe gegen Sebastian Steinbach, schien das hart erarbeitete Konstrukt noch einmal ins Wanken zu geraten, als die Hausherren erneut auf 17:18 herankamen. Allerdings wollten die Germanen sich diesen Auswärtserfolg nicht mehr nehmen lassen und ackerten unermüdlich weiter, sodass sie am Ende den knappen Vorsprung ins Ziel bringen konnten und beim 18:20 Endstand einen hart erkämpften, aber absolut verdienten Auswärtssieg feiern durften.

Nach einer verschlafenen Anfangsviertelstunde gelang es der SG Leipzig/Zwenkau vor allem durch eine starke Abwehrleistung, wieder in die Spur zu kommen. Diese zweite Chance erarbeiteten sich die Germanen insbesondere auch dank ihrer sehr emotionalen Spielweise, welche man zuletzt gegen Delitzsch stark vermissen ließ. Mit diesem wichtigen Sieg konnte man zudem auch noch den Abstand zum direkten Tabellennachbarn HSG Neudorf/Döbeln auf drei Punkte erhöhen und arbeitet weiter am vorzeitigen Erreichen des Saisonziels „Klassenerhalt“.

Zum Spielbericht der HSG Neudorf/Döbeln

Torhüter: Gabor Pulay, Johannes Marek
Torschützen: Thomas Niese, Michael Remme (3), Sebastian Steinbach (2), Marcus Parybyk, Maximilian Schulz (2), Alexander Groß (1), Tobias Weiß (1), Moritz Block (1), Oliver Dietze, Jonas Hönicke (5/1), Daniel Centner (4), Adrian Sundorf (1)

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.