SG GERMANIA ZWENKAU
Handball aus dem Neuseenland
Mo 12.09.2016

Siegreicher Heimspielauftakt gegen Döbeln

Zur Neuauflage des Pokalfinales 2016 erwartete die SG Leipzig/Zwenkau am vergangenen Sonntag in der heimischen Stadthalle Zwenkau die HSG Neudorf/Döbeln. In einem nervenaufreibenden Spiel konnten die Germanen am Ende einen knappen ersten 19:18 Heimsieg einfahren.

Von Beginn an wurde den Zuschauern in der Stadthalle Zwenkau klar, dass an diesem Tag nicht die Angriffsreihen beider Teams diese Begegnung dominieren würden. Schließlich stand es nach acht Minuten lediglich 2:0 für die Hausherren. Aufgrund von zahlreichen Fehlern im Spielaufbau, welche sich durch die gesamte weitere Partie ziehen sollten, verpassten es die Zwenkauer den Vorsprung auszubauen und gaben den Gästen die Chance, ebenfalls ins Spiel zu finden. Es entwickelte sich fortan ein ausgeglichenes Spiel, bei dem es bis zum 6:6 Ausgleich nach Ausgleich hagelte. Kurz vor dem Seitenwechsel nutzte die HSG erneut die Fehler der Gastgeber aus, um sich erstmals eine 9:7 Führung zu erarbeiten. Die Germanen blieben aber hartnäckig und konnten noch zum 9:9 Halbzeitstand ausgleichen.

Ziel für den zweiten Durchgang war es das Ziel, das fehlerbehaftete Angriffsspiel zu optimieren. Leider waren bis zur 45. Spielminute weiterhin die Hektik sowie verständlicherweise die Aufregung insbesondere den jungen SG Nachwuchsakteuren, von denen viele ihr erstes Männerpflichtspiel überhaupt bestritten, deutlich anzumerken. Diese Unsicherheiten nutzte die Sieben aus der Stiefelstadt aus und ging mit 13:15 in Führung. Die Zwenkauer steckten jedoch nicht auf und konterten mit einem 4:0 Lauf zur 17:15 Führung. Diese sollte aber nicht lang von Dauer sein, sodass in den letzten Spielminuten beim 18:18 die Spannung in der gut gefüllten Stadthalle Zwenkau ihren Höhepunkt erreichte. In der letzten Spielminute konnten die Zwenkauer den 19:18 Führungstreffer markieren und sich im Anschluss erneut auf ihre Abwehrarbeit verlassen, denn bei diesem Spielstand sollte es am Ende bleiben, weswegen die Germanen zurecht erleichtert die Fäuste in Höhe recken konnten.

Für die eigenen mageren 19 Treffer der SG Leipzig/Zwenkau in dieser generell torarmen Partie war keinesfalls eine überragende Deckung der Döbelner verantwortlich. Eher standen sich die Zwenkauer selbst im Weg, denn mit insgesamt 16 technischen Fehlern im Spielaufbau, davon allein 14 in den ersten 40 Minuten, konnten sich die Hausherren an diesem Tag eigentlich nur selbst schlagen. Zum Glück stach die bärenstarke Abwehr, welche den wurfgewaltigen Rückraum der HSG quasi außer Gefecht setzte, als Prunkstück heraus. Zusätzlich konnten sich die Germanen auf ihr gut aufgelegtes Torhütergespann verlassen, welches unter anderem sogar noch drei Sieben-Meter parierte. Dennoch blieb der siegreiche Ausgang dieser Partie natürlich glücklich.

Leider bekommt dieser erste Heimsieg der Germanen ein kleines Nachspiel, da die HSG Neudorf/Döbeln Einspruch wegen Nichteinhaltung des Punktes 6.7 der Durchführungsbestimmungen eingelegt hat. Dieser Punkt besagt Folgendes:

Spielball:
In allen Spielklassen auf Verbandsebene kommt als offizieller Spielball der „Molten“- Ball (ab Serie HX 5000 und höher zum Einsatz (Größe 1 - Modell HX 4200). Der Heimverein hat vor Spielbeginn den Schiedsrichtern zwei offizielle Spielbälle vorzulegen (Absprache erfolgt zur Technischen Besprechung). Kann ein Heimverein offizielle Spielbälle nicht bereitstellen, so ist auf den offiziellen Spielball der Gastmannschaft zurückzugreifen.
Können beide Vereine nicht den offiziellen Spielball vorlegen, so muss mit einem anderen Ball laut IHF-Regel 3 gespielt werden. Die Austragung des Spieles steht im Vordergrund und ist Pflicht. Die Nichtbereitstellung offizieller Spielbälle durch die gastgebende Mannschaft zieht eine Geldbuße nach sich (§ 25 Abs. 1 RO).

Genauer geht es bei dem Einspruch um den ZWEITEN Spielball am vergangenen Sonntag, bei dem es sich zwar um einen MOLTEN-Ball handelt, den aber lediglich die Zahl 4200 und nicht die geforderte 5000 ziert. Wohlgemerkt hatten die Schiedsrichter beide Spielbälle abgesegnet und des Weiteren kam dieser ZWEITE Spielball in keiner einzigen Sekunde der vergangenen Partie zum Einsatz, da er die ganze Zeit brav sowie unberührt auf dem Kampfrichtertisch lag.
Über die Dringlichkeit sowie Notwendigkeit dieses Einspruchs seitens der Döbelner kann sich nun gern jeder selbst sein Urteil bilden. Zusätzlich möge die Frage erlaubt sein, zu welchen Zeitpunkten und in welchem Rahmen es wirklich von Nöten ist, den Verband auf seine stets sinnvollen Bestimmungen aufmerksam machen zu wollen.

Das nächste Pflichtspiel gegen den LHV Hoyerswerda findet am 25.09.2016 ebenfalls in der Stadthalle Zwenkau statt, da das Auswärtsspiel gegen TSV 1862 Radeburg auf den 02.10.2016 verlegt wurde.

Torhüter: Johannes Marek, Jonas Vogler
Torschützen: Michael Remme (2), Sebastian Steinbach (2), Alexander Groß (2/1), André Kroth (3), Ron Günther (3), Oliver Dietze (1), Lukas Stähr, Marvin Jürgens (1), Willi Wenzel (2), Michael Günther (2), Johannes Ruoff, Timo Löser (1)

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.