SG GERMANIA ZWENKAU
SG LEIPZIG-ZWENKAU
Di 23.09.2014

Ärgerlich, ärgerlich: Knappe Niederlage beim Heimdebüt

Am vergangenen Sonntag stand nun endlich das erste Heimspiel der Saison für die SG Leipzig/Zwenkau vor der Tür. Die Germanen wollten gegen den TSV 1862 Radeburg sich und auch die zahlreichen Zuschauer mit zwei Punkten belohnen, doch am Ende verlor man trotz Kampf knapp mit 21:22.

Bereits in den ersten Spielminuten wurde deutlich, dass beide Mannschaften ihre jeweilige Abwehrformation als Basis ihres Plans zum Erfolg auserkoren hatten. Die Zwenkauer versuchten den Gegner wie in der vergangenen Woche, mit einer zusätzlichen Manndeckung gegen den Rückraumlinken Mario Scholz vor Probleme im Spielaufbau zu stellen. Im Gegenzug sahen sie sich aber erneut einer starken 6:0 gegenüber, welche den Germanen ordentlich Kopfzerbrechen bereitete und einige Bälle abknöpfte. Dennoch blieb die Partie bis zum 3:5 ausgeglichen. In der Folge schaltete der TSV jedoch einen Gang höher und nutze die vielen vergebenen Chancen des Gastgebers zu einfachen Torerfolgen. Insbesondere in der zweiten Welle überrannten die Radeburger die Zwenkauer, welche den Gegner durch zu langsames Rückzugverhalten quasi dazu einluden. Desweiteren fehlte in der Abwehr die nötige Körpersprache, sodass die Gäste ungehindert bis auf 7:12 davon ziehen konnten. Alle Bemühungen der Hausherren schienen aussichtslos und konnten somit die klare 9:14 Halbzeitführung der Radeburger nicht verhindern.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs trauten wohl viele Zuschauer ihren Augen nicht recht, denn nun wechselten beide Teams die Rollen. Es waren nun die Germanen die das Spiel bestimmten, da sie endlich auch den nötigen Druck und Willen in ihre Angriffsaktionen brachten. Mit ordentlich Dampf erspielte man sich vielversprechende Chancen, wovon aber die meisten wieder nicht im Tor untergebracht wurden. Somit konnten die Zwenkauer den Rückstand kaum schmälern, obgleich die Gäste ganze sieben Minuten brauchten, um ihr erstes Tor der zweiten Hälfte beim Stand 11:15 zu erzielen und im Anschluss wieder Fuß zu fassen. Der Abwehrriegel des TSV rührte nun wieder Beton an und war die Grundlage für den erneuten fünf Tore Vorsprung zum 14:19. Doch die Zwenkauer hatten sich noch nicht aufgegeben und nahmen den Kampf an. Die Deckung stand nun gewohnt solide und streute ordentlich Sand ins Getriebe des Angriffspiels der Gäste, welche zunehmend ratloser wurden. Durch einige Konter und eine konsequent gespielte zweite Welle erarbeiteten sich die Germanen ihre zweite Chance, sodass es ca. fünf Minuten vor Schluss sogar zum 20:20 Ausgleich kam. Die Hausherren hatten sogar die Chance zur Führung, scheiterten aber nicht zum ersten Mal am Aluminium und verpassten somit die Partie gänzlich zu kippen. In den spannenden Schlussminuten spielten die Gäste ihre Angriffe sehr lang aus und blieben, teilweise auch sehr glücklich, dank zahlreicher Freiwürfe immer wieder in Ballbesitz, welcher dann auch irgendwann irgendwie zum Torerfolg führte. Leider blieb der Germania keine Zeit mehr, das Tempo weiterhin aufzuziehen, weswegen sie am Ende die bittere 21:22 Niederlage akzeptieren musste.

Dennoch geht der Auswärtssieg für den TSV 1862 Radeburg in Ordnung. Die Zwenkauer fingen erst nach einer verpatzten ersten Hälfte viel zu spät an, Handball zu spielen und um den durchaus möglichen Sieg zu kämpfen. Genau dieses Auftreten müssen aber die Akteure von Trainer Stefan Remane zu jeder Spielminute zeigen, damit es am Ende sie selbst sind, die jubeln dürfen. Denn die zweite Hälfte zeigt erneut, dass man sich gegen vermeintlich stärkere Gegner keinesfalls verstecken braucht.

Zum Spielbericht des TSV 1862 Radeburg

Torhüter: Gabor Pulay, Johannes Marek, Gino Löffler (n.e.)
Torschützen: Thomas Niese (4), Michael Remme (2), Sebastian Steinbach (1), Marcus Parybyk (1), Alexander Groß (8/3), Tobias Weiß, Ron Günther, Oliver Dietze, Maximilian Kügler (2/1), Daniel Centner (3), Philipp Jungemann

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.