SG GERMANIA ZWENKAU
SG LEIPZIG-ZWENKAU
So 28.09.2014

Auswärtssieg: Ein 25:30 Erfolg beschert in Dresden die verdienten ersten Punkte

Auf grün stand die Ampel. Grün, wie erster Saisonsieg. Nachdem sie in Hoyerswerda rot und daheim gegen Radeburg gerade noch gelb geleuchtet hatte, konnte die SG Leipzig/Zwenkau nach kurzen Startschwierigkeiten endlich die ersten zwei Punkte auswärts gegen den HSV Lok Pirna Dresden II einfahren.

Der erste Durchgang zeigte zu Beginn ein ähnliches Bild wie aus den vergangenen Partien. Anfänglich schien die Begegnung beim Stand von 3:2, noch das erhofft spannende Duell zweier Mannschaften zu werden, welche beide am Ende unbedingt die ersten zwei Saisonzähler für sich verbuchen wollten. Doch es dauerte nicht lang und die Germanen brachen erneut ein. In der Abwehr fehlten wieder die nötige Aggressivität und die korrekte Absprache, sodass vor allem das Deckungszentrum den Hausherren wie ein löchriger Käse einladend präsentiert wurde. Im Angriff ebenfalls das alte Lied. Zu wenig Druck, keine Durchschlagskraft und am Ende unvorbereitete Würfe, die vom HSV dankend angenommen wurden und dem Gastgeber ruckzuck eine komfortable 10:5 Führung bescherten. Trainer Stefan Remane musste nach seiner Auszeit reagieren und brachte mit Michael Remme und Philip Jungemann zwei Neue für den glücklos agierenden Rückraum. Fortan stabilisierten sich die Zwenkauer vorn wie hinten und überzeugten nun durch eine sattelfeste Deckung, welche einige Ballgewinne erzwang. Diese wurden dann postwendend im Höchsttempo Richtung gegnerisches Tor gesandt und dort auch konsequent untergebracht. Nach einem beeindruckenden 6:0 Lauf konnte die Germania sogar erstmals eine knappe 11:12 Führung für sich behaupten. Aufgrund einer doppelten Unterzahl-Situation kurz vor dem Pausenpfiff, schien diese furiose Wiederauferstehung aber wieder ins Wanken zu geraten. Doch die Zwenkauer knöpften dem Gegner den Ball ab und hatten dann sogar noch einige Sekunden für einen schnellen Angriff, welchen Alexander Groß mit einem fulminanten Hüftwurf aus zwölf Metern ins kurze Eck zur nun verdienten 12:14 Halbzeitführung abschloss und somit die Marschroute für die zweiten 30 Minuten vorgab.

Die Germanen kamen aus der Kabine und machten sofort dort weiter, wo sie aufgehört hatten. Dank einer starken Torhüterleistung seitens Gabor Pulay, hatte man auch die nötige Rückendeckung und konnte die Führung weiter bis zum 16:21 ausbauen. Infolge einer erneuten Unterzahl-Situation der Germania kamen die Dresdner noch einmal bis auf drei Tore zum 19:22 heran. Doch wieder vollzählig ließen sich die Zwenkauer nicht mehr beirren und stellten kurzer Hand den alten Vorsprung wieder her. Der Gastgeber versuchte alles, um zu verhindern, dass ihm der erhoffte Heimspielsieg nun aus den Händen glitt, aber er scheiterte entweder an der clevereren Abwehr der Germanen oder dem gut aufgelegten Torhüter. Das Team von Stefan Remane trat nun abgezockt auf und erspielte sich geduldig seine Torchancen, sodass am Ende oftmals ein Mitspieler optimal in Position zum Abschluss kam. Der HSV konnte letztendlich weder den Gästevorsprung schmälern noch die Niederlage in eigener Halle abwenden. Die Zwenkauer hingegen feierten nach dem Abpfiff zufrieden ihren verdienten 25:30 Auswärtssieg und konnten somit endlich die ersten beiden Punkte der Saison für sich verbuchen.

Im Vergleich zur knappen Heimniederlage des letzten Spiels konnte Coach Remane erneut eine Steigerung seiner Mannschaft beobachten. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten fanden seine Mannen zu ihrem Spiel und konnten insbesondere durch eine geringe Anzahl technischer Fehler sowie einer lang herbeigesehnten effektiven Wurfquote sicher dieses erste Positiverlebnis für sich gewinnen. Am kommenden Wochenende haben die Zwenkauer im Rahmen des HVS Pokals gegen Ligakonkurrent HSG Neudorf/Döbeln, die Chance zu beweisen, dass dieser Fortschritt auch Konstanz hat.

Zum Spielbericht des HSV Lok Pirna Dresden II

Torhüter: Gabor Pulay, Johannes Marek (n.e.), Gino Löffler (n.e.)
Torschützen: Thomas Niese (1), Michael Remme (2), Sebastian Steinbach (5), Marcus Parybyk, Alexander Groß(7/2), Tobias Weiß (n.e.), Ron Günther (4), Niklas Prautzsch (2), Jonas Hönicke (1), Daniel Centner (3), Philipp Jungemann (5/1)

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.