SG GERMANIA ZWENKAU
SG LEIPZIG-ZWENKAU
So 02.11.2014

Die Germania verliert das Aufsteigerduell in Weinböhla mit 23:21

Keine freudigen Gesichter, sondern schüttelnde Köpfe sah man nach Abpfiff bei den Akteuren der SG Leipzig/Zwenkau, denn die fest eingeplanten zwei Punkte gegen den Mitaufsteiger HSV Weinböhla blieben am Ende unnötig, aber zu Recht aus.

Bereits nach Anpfiff der Partie wurde deutlich, wie spannend dieses Duell werden sollte. Jedes Tor musste sich hart erarbeitet werden, was nicht zuletzt daran lag, dass der Angriffsmotor der Germanen noch ordentlich stockte und somit lediglich Einzelaktionen zum Torerfolg führten. Den starken Spielertrainer des Gastgebers stellte man mit Daniel Centner einen wirklich unangenehmen Extrabewacher vor die Nase, welcher ihm teilweise bis in die nicht vorhandenen Hosentaschen kroch. Dennoch konnte sich Martin Kovar, insbesondere nach Freiwürfen, geschickt lösen, um quasi jeden Angriff des HSV als der Dreh- und Angelpunkt zu initiieren. So bleib das Spiel bis zum 4:4 ausgeglichen. Doch in der Folge unterliefen den Zwenkauern Fehler um Fehler, sodass sich Weinböhla erstmals auf 8:4 absetzen konnte. In der anschließenden beherzten Aufholjagd wahrte man zumindest bis zum 10:8 Halbzeitstand den Anschluss, obwohl man auch genug Gelegenheiten zum Ausgleich hatte.

Nach Wiederanpfiff starteten die Germanen endlich besser durch und kämpften sich zurück in die Partie, um sogar beim Stand von 13:14 erstmals selbst die Führung in eigener Hand zu halten. Doch was dann passierte konnte keiner so richtig glauben. Das Spiel der Zwenkauer brach plötzlich völlig zusammen. Während vorn im Angriff nichts mehr zusammen lief, verteilte man in der Abwehr auch noch Geschenke und lud den Gegner zu völlig freien Würfen ein. Lediglich der an diesem Tag gut aufgelegte Maximilian Schulz versuchte über Einzelaktionen, sein Team halbwegs im Spiel zu halten, konnte jedoch auch nicht verhindern, dass der Gegner auf 21:16 davon zog. In den Schlussminuten riskierten die Zwenkauer noch einmal alles und gingen in eine komplette Manndeckung über. Dafür wurde man sogar belohnt und kämpfte sich erneut in einer spannenden Schlussphase noch einmal auf 22:21 heran. Doch am Ende sollte es nicht reichen und der Ärger war groß, als die Unparteiischen beim Stand von 23:21 die Partie abpfiffen.

Denkbar knapp und unnötig verliert die SG Leipzig/Zwenkau beim HSV Weinböhla. Der Angriff, welcher in der vergangenen Woche noch den Erfolg brachte war an diesem Spieltag die Achillesferse des Teams von Stefan Remane. Druckloses Spiel gepaart mit über 20 technischen Fehlern, so kann man kein Spiel, egal wie der Gegner heißt, gewinnen. Die verlorenen zwei Punkte müssen nun irgendwo anders eingefahren werden. Außerdem bedarf es einer deutlichen Steigerung, wenn die Germanen gegen Döbeln ihren ersten Heimsieg feiern wollen.

Zum Spielbericht des HSV Weinböhla

Torhüter: Gabor Pulay, Johannes Marek, Gino Löffler
Torschützen: Thomas Niese, Marcus Parybyk (3), Maximilian Schulz (6), Alexander Groß (1/1), Tobias Weiß, Moritz Block (4/3), Ron Günther (n.e.), Maximilian Kügler, Jonas Hönicke (1), Daniel Centner (2), Philip Jungemann (4)

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.