SG GERMANIA ZWENKAU
SG LEIPZIG-ZWENKAU
Mo 19.01.2015

Erster Heimsieg mit einem Paukenschlag

Endlich! Endlich ist er da, der erste Heimsieg dieser Saison für die SG Leipzig/Zwenkau. Der Gegner LHV Hoyerswerda ging als klarer Favorit in diese Partie, bekam aber am vergangenen Sonntag seine Grenzen aufgezeigt. Denn in einem durchweg spannenden Spiel konnten sich am Ende die Hausherren, insbesondere dank einer bärenstarken Abwehrleistung, beherzt mit 26:25 durchsetzen.

Gleich nach Anpfiff zeigte sich allerdings vorerst für die wahrscheinlich meisten Zuschauer der vorab erwartete Spielverlauf, denn kurzer Hand liefen die Zwenkauer einem 1:3 Rückstand hinterher. Doch kurz darauf stoppte eine Schrecksekunde die Angriffsbemühungen der Gäste und die noch junge Partie. LHV-Linksaußen Alexander Canbeck verdrehte sich in einem Zweikampf das linke Knie und konnte im Anschluss nur noch mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Feld getragen werden. Im weiteren Spielverlauf wurde er am Spielfeldrand noch weiter behandelt, musste aber schlussendlich vom angeforderten Notarzt in die nächstgelegene Klinik gebracht werden. Alle Beteiligten der SG Leipzig/Zwenkau wünschen ihm an dieser Stelle gute Besserung und eine rasche Genesung.
Nach dieser kurzen Unterbrechung gerieten die Vorzeichen dieses Aufeinandertreffens immer mehr in den Hintergrund. Die Germanen hatten sich nun gefunden und stellten einen massiven Abwehrriegel auf die Platte, den die Oberlausitzer nur mit Müh und Not überwinden konnten. Vor allem das frühe Heraustreten und Bearbeiten der Rückraumakteure des LHV, brachte den Gast in Schwierigkeiten, da er so seine gefährlichen Shooter, wie den großgewachsenen Lukasz Stodtko, nicht richtig in Szene setzen konnte. Zusätzlich spielten die Hausherren im Angriff unter der glänzenden Regie von Jonas Hönicke geduldig und druckvoll bis sich die erfolgsversprechende Torchance für den Mitspieler auftat. Hauptabnehmer war an diesem Tag mit Jonas Hellmann ein weiterer Jungspund, der in seinem ersten Spiel für die SG nicht nur wegen seiner am Ende sieben Tore einen starken Einstand ablieferte. So konnten die Zwenkauer zuerst zum 5:5 ausgleichen und anschließend mit ordentlich Rückenwind auf 10:6 davon ziehen. Doch nach einigen Umstellungen lockerte sich ebenso der Abwehrverbund und die Gäste nahmen diese Einladung an, um sich wieder zurück in die Partie zu kämpfen, sodass die Germanen beim 14:14 Halbzeitstand ihre hart erarbeitete Führung wieder eingebüßt hatten.

Zu Beginn der zweiten Hälfte gingen die Zwenkauer wieder mit ihrer Ausgangsformation ins Rennen und griffen auch sofort erneut auf die Tugenden der ersten Hälfte zurück. Neben der weiterhin sehr intensiven Abwehrarbeit als Herzstück machte sich auch der Torwartwechsel zu Johannes Marek bezahlt, welcher nach und nach immer mehr Bälle zu greifen bekam und sich bis zum Schluss als sicherer Rückhalt erwies. Dementsprechend stand beim 21:17 erneut die Führung für die Hausherren zu Buche. Diesen Vorsprung konnte man beim Stand von 24:21 bis in die Schlussphase halten, aber nun sollten die Nerven der Germanen noch einmal auf eine harte Probe gestellt werden. Zwei späte rote Karten gegen Marcus Parybyk sowie Maximilian Schulz ließen nicht nur das so schon geringe Kontingent an Rückraumspielern weiter schmelzen, sondern brachten auch die Abwehr in Unterzahl ins wackeln. Hoyerswerda nutze diese Gelegenheit und nach dem 24:24 Ausgleich stand es auf einmal 24:25 für die Gäste. Doch die Germanen steckten nicht auf, denn sie wussten, dass sie diesen LHV Hoyerswerda an diesem Tag schlagen konnten. So mobilisierten die Hausherren noch einmal die letzten Kräfte und griffen beherzt in der Deckung zu. Johannes Marek hielt und verhinderte weitere Tore des Gegners. Die Zwenkauer hingegen konnten dank ihrer Moral und dem puren Siegeswillen noch zwei weitere Treffer erzielen und rissen Freude schreiend die Fäuste in die Höhe, als beim Stand von 26:25 zu ihren Gunsten die Partie endlich abgepfiffen wurde.

Auf Grundlage einer bärenstarken Abwehrleistung der gesamten Mannschaft konnte die SG Leipzig/Zwenkau den lang ersehnten ersten Heimsieg der Saison einfahren. Somit konnte auch Neu-Trainer Oliver Stockmar, der auch ein weiterhin verbessertes Zusammenspiel zwischen Alt und Jung begutachten durfte, gleich ein gelungenes Heimdebüt feiern. Zusätzlich zu den zwei Punkten gegen LVB II sammeln die Germanen weitere Big Points im Kampf um den Klassenerhalt und können sich vorerst im Tabellenmittelfeld festsetzen.

Zum Spielbericht des LHV Hoyerswerda

Torhüter: Gabor Pulay, Johannes Marek (2 gehaltene 7m)
Torschützen: Michael Remme (2), Sebastian Steinbach (1), Marcus Parybyk (1), Maximilian Schulz (6), Alexander Groß, Tobias Weiß (n.e.), Moritz Block (1), Maximilian Kügler, Jonas Hönicke (8/2), Jonas Hellmann (7), Adrian Sundorf (n.e.)

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.

Und hier noch ein paar Bilder vom Spiel, u.a. mit unserem neuen Trainer Oliver Stockmar.

R.K.