SG GERMANIA ZWENKAU
SG LEIPZIG-ZWENKAU
Mo 11.01.2016

Erster unnötiger Rückschlag zum Jahresauftakt

Beim HV Oberlausitz Cunewalde sollte am vergangenen Sonntag nicht nur die Rückrunde sondern auch die Aufholjagd für den Klassenerhalt eingeläutet werden. In einem durchweg knappen Spiel entwickelte sich bis zum Schluss ein packender Handballkrimi, bei dem die Germanen aber erneut auf bittere Weise 29:28 unterlagen.

Vor dieser Begegnung war Trainer Oliver Stockmar erstmalig in der Bredouille, über einen zu großen Kader zu verfügen, weswegen er sogar drei Spieler in der Heimat belassen musste. Somit starteten die Germanen mit viel Tatendrang und Willenskraft in diese wichtige Partie. Jedoch verlief der Beginn nicht so glimpflich, sodass beim Stand von 8:4 die Auszeit her musste. Nach einer Deckungsumstellung fanden die Zwenkauer besser ins Spiel und konnten zusätzlich die Fehler der Hausherren betrafen, um sich bis zum Halbzeitstand von 14:13 wieder heran zu kämpfen.

Nach Wiederanpfiff entwickelte sich ein mitreißendes und enorm spannendes Handballspiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe, in dem sich keines der beiden Teams mit mehr als einem Tor Vorsprung absetzen konnte. Bis in die Schlussminuten fiel immer wieder der Ausgleich. Aufgrund von vermeidbaren Fehlern, die von den Hausherren meist prompt konsequent bestraft wurden, schafften es die Germanen einfach nicht, den Bock komplett umzustoßen. Des Weiteren blieb den Gästen auch die ein oder andere Entscheidung seitens der Unparteiischen, welche die gesamte Spielzeit über in den entscheidenden Situation stets eher zugunsten der Heimmannschaft tendierten, verwehrt. Trotz einer Unterzahl konnten die Zwenkauer 2 Minuten vor Schluss sogar die erste 26:27 Führung verbuchen. Aber Cunewalde konterte mit einem Doppelschlag zur erneuten Führung, welche 90 Sekunden vor Schluss von der SG wieder ausgeglichen wurde. Jedoch bekamen die Bautzener in ihrem letzten Angriff einen weiteren (fraglichen) Sieben-Meter zugesprochen, den sie souverän unterbringen konnten. Die Germanen kamen im direkten Anschluss nicht nochmal wirklich zum Zuge und mussten mit ungläubigen Blicken die am Ende so bittere wie unnötige Niederlage dennoch akzeptieren.

Diese Partie war eine der Marke „Vier-Punkte-Spiel“. Erneut schafft es die SG Leipzig/Zwenkau nicht, die zum Teil starken Leistungen auch konstant über 60 Minuten abzurufen und bringt sich aufgrund unnötiger Fehler immer wieder selbst in die Bredouille. Um einen weiteren Schritt nach vorn zu machen, hätten die Germanen dieses Spiel schlicht und einfach gewinnen müssen, denn es bringt ihnen am Ende gar nichts, wenn jeder Ligakonkurrent bis zum Saisonende zu ihnen sagt: „Wenn ihr so weitermacht, dann kommt ihr da unten auf jeden Fall raus.“ Eine weitere Schrecksekunde, hatten die Zwenkauer in der 13. Spielminute zu verkraften, als sich Michael Remme am Knie verletzte. Es bleibt abzuwarten, ob es sich dabei um etwas Ernsteres handeln könnte. Des Weiteren soll an dieser Stelle noch die starke Leistung der zwei Debütanten Oliver Seidler sowie Marc Esche erwähnt werden, welche großen Anteil daran hatten, dass ihr Team stets im Spiel blieb.

Zum Spielbericht des HV Oberlausitz Cunewalde

Torhüter: Johannes Marek, Gino Löffler
Torschützen: Michael Remme (1), Sebastian Steinbach, Alexander Groß, Tobias Weiß (n.e.), Marcus Zobel (3), Marcel Magister, Ron Günther, Daniel Centner (4), Lukas Stähr (2), Oskar Emanuel (7/3), Oliver Seidler (4), Marc Esche (7)

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.