SG GERMANIA ZWENKAU
SG LEIPZIG-ZWENKAU
So 21.02.2016

Halbfinaleinzug nach Pokalgefecht in Waldheim

Zu später Stunde verschlug es die SG Leipzig/Zwenkau am vergangenen Samstag nach Waldheim. In diesem Pokalviertelfinale wurden die Germanen ihrer Favoritenrolle gegenüber dem Verbandsligisten gerecht, mussten aber auf dem Weg zum Erfolg wortwörtlich enorm viel einstecken.

Im Gegensatz zum damaligen Pokalspiel in Plauen sah die Kadersituation der Zwenkauer für dieses Viertelfinale erheblich angenehmer aus und die Mannen von Trainer Oliver Stockmar machten nach einer kurzen Abtastphase bis zum 2:4 sofort klar wer der Favorit in diesem Duell sein sollte. Ein 1:7 Lauf der Gäste zum 3:11 sollte frühzeitig jegliche Siegesträume der Waldheimer platzen lassen. Die Deckung stand sicher und im Notfall sprang der stark aufgelegte Torhüter Johannes Marek in die Bresche. Im Angriff kamen die Zwenkauer in dieser Phase oft über die zweite Welle zu leichten Toren, spielten aber auch im Positionsangriff stets geschickt die gegnerische Deckung auseinander. Der daraus resultierende Frust der Hausherren war ihnen nicht nur anzusehen sondern auch gehörig zu spüren, denn unverständlicher Weise versuchte der VfL bei diesem deutlichen Spielstand nun mit übertriebener Härte, insbesondere gegen die jungen DHfK-Schützlinge der Gäste, wieder „Zugriff“ ins Geschehen zu erlangen. Jedoch ließen sich die Germanen davon nicht beirren und wahrten ihren komfortablen Vorsprung weiterhin bis zum 8:16 Halbzeitstand.

Ziel für den zweiten Durchgang war es, den Fokus weiter hochzuhalten, um dem Gegner keine Chance zu lassen noch einmal heran zu kommen. Dieses Vorhaben setzten die Zwenkauer bis zur 40. Minute auch gut um und konnten ihren Vorsprung bis zum 13:23 sogar bis ins Zweistellige ausbauen. Leider ließ im Anschluss die Konzentration der Gäste auch aufgrund zahlreicher Wechsel nach und ihr Spiel wurde zunehmend schludrig, so dass die Waldheimer ihre Chance witterten und sich sogar bis auf 22:25 wieder heran kämpfen konnten. Doch nach erneuten Umstellungen durch Trainer Stockmar fingen sich die Germanen wieder und rückten kurzer Hand die Verhältnisse beim Stand von 22:28 in den letzten zehn Spielminuten wieder zurecht. Leider nahm das überharte Einsteigen seitens der Hausherren, welches sich seit der ersten Hälfte weiterhin durch die Partie gezogen hatte, kein Ende, obgleich die Partie längst entschieden war. Beim 27:32 Endstand überwog somit anstelle der Freude eher das Kopfschütteln bei den Germanen.

Zwölf Zeitstrafen inklusive vier rote Karten, davon zwei direkt und zwei mit Bericht, für den VfL Waldheim 54 sprechen Bände. 40 Minuten lang versuchten sich die Hausherren zurück in die Partie zu kämpfen. Dieser so genannte „Kampf“ bestand völlig unerklärlich selbst bei deutlichen Spielständen aus übertriebener Härte, teils unfair gespickt mit absichtlichen, versteckten Schlägen direkt auf die Körper der Zwenkauer ohne jegliche Orientierung auf den Ball. Insbesondere Daniel Centner und Daniel Sowada wurden an diesem Tag regelrecht verprügelt. Die nötige Einsicht wurde oftmals nicht nur während der Partie sondern auch danach noch vermisst. Die jungen DHfK-Akteure ließen sich davon jedoch nicht einschüchtern und zeigten gute Leistungen für einen nie gefährdeten Einzug ins Pokalhalbfinale. Glücklicherweise trug kein Spieler der SG eine schwerere Verletzung davon, denn mit Sport hatte dieses Szenario teilweise nichts mehr zu tun. Ein gesondertes Lob gilt noch den beiden Unparteiischen, die sich trotz der aufgeheizten, aggressiven Stimmung in der Halle während und nach der Partie seitens Waldheimer Akteuren und Publikum, welches selbst von klein auf mit abschreckenden Beleidigungen sowie aggressiven Verhaltensweisen gegenüber den Schiedsrichtern oder Spielern der Zwenkauer keineswegs geizig war, nicht von ihrer konsequenten Linie abbringen ließen.
Nun müssen die Germanen aber wieder den Fokus auf die Liga richten, denn am kommenden Sonntag folgt das wichtige Auswärtsspiel gegen die SG LVB Leipzig II.

Torhüter: Johannes Marek, Marian Voigt
Torschützen: Alexander Groß (4/3), Tobias Weiß, Marcus Zobel, Daniel Sowada (5), Daniel Centner (5), Lukas Stähr (3), Adrian Sundorf (2), Tom Schulz (1), Oliver Seidler (4/1), Marc Esche (8)

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.