SG GERMANIA ZWENKAU
SG LEIPZIG-ZWENKAU
Mo 03.10.2016

Herber Nackenschlag in Radeburg

Für das zweite Auswärtsspiel der Saison verschlug es die SG Leipzig/Zwenkau am vergangenen Sonntag nach Meißen zum TSV 1862 Radeburg. Nach dem Seitenwechsel zeigten die Germanen leider ein komplett anderes Gesicht als in der ersten Halbzeit und verloren somit zu Recht mit 32:26.

Zu Beginn der ersten 30 Minuten zeichnete sich bereits eine Partie auf Augenhöhe ab, in der lediglich geringfügige Vorteile zu Gunsten der Hausherren bis zum 7:5 sichtbar waren. Im Anschluss übernahmen aber die Zwenkauer das Ruder und steuerten erst den 8:8 Ausgleich bei, um sich danach selbst die 10:12 zum eigen zu machen. Der TSV ließ jedoch nicht locker, weswegen die 13:14 Halbzeitführung für die Germanen nur hauchzart ausfiel.

Nach Wiederanpfiff hielten beide Teams weiterhin bis zum 16:16 gleichen Schritt. Was dann jedoch passierte versetzt die Verantwortlichen der SG Leipzig/Zwenkau immer noch in Erklärungsnöte. Das junge Zwenkauer Team war wie ausgewechselt. Leider im negativen Sinne, denn urplötzlich ließ das Team von Trainer Oliver Stockmar nach einigen kleinen Rückschlägen alle Tugenden vermissen, durch welche es sich zuvor noch ausgezeichnet hatte. Die Hausherren spielten derweil ihren Stiefel ohne Veränderung weiter runter und nutzten dank ihrer Erfahrung jeden Fehler der Zwenkauer gnadenlos aus. Ruck zuck stand es 25:19 zu Gunsten des TSV. Zusätzlich erstickten fünf Zeitstrafen in Hälfte zwei von insgesamt sechs im gesamten Spiel für die SG sowie einige weitere Schiedsrichterentscheidungen, welche im Gegensatz zur ausgeglichenen ersten Halbzeit nun auch noch leichte Sympathien mit der Heimmannschaft hegten, jegliches Aufbegehren der Germanen sofort im Keim.

Dennoch waren die Leistung sowie der nötige Einsatz der SG trotzdem nicht mehr ausreichend genug, um das Spiel noch einmal drehen zu können. Spätestens beim Stand von 27:22 war, wie der Hallensprecher später so schön sagen sollte, der Drops gelutscht und am Endstand von 32:26 gab es im Anschluss auch nichts mehr zu rütteln.

Bei dieser ersten Saisonniederlage zeigte die SG Leipzig/Zwenkau leider zwei komplett unterschiedliche Gesichter, weswegen vor allem die düstere zweite Halbzeit den Ausgang dieser Partie rechtfertigt. Sicherlich kann man auswärts in Radeburg verlieren. Die Frage nach dem „Wie?“ sei dennoch immer erlaubt. Die Germanen haben nun knapp drei Wochen Zeit, diese bittere Niederlage aus den Köpfen zu bekommen, denn dann wartet die Herkulesaufgabe bei einem der absoluten Staffelfavoriten dieser Saison, dem HC Elbflorenz II.

Torhüter: Jonas Vogler, Marian Voigt
Torschützen: Enrico Henoch, Alexander Groß (1/1), André Kroth (3), Oliver Dietze, John Rösel (3), Lukas Stähr (3), Adrian Sundorf (n.e.), Marvin Jürgens, Leon Welnner (3), Willi Wenzel, Johannes Ruoff (1), Timo Löser (10/4)

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.