SG GERMANIA ZWENKAU
SG LEIPZIG-ZWENKAU
Mo 30.03.2015

Nach 45 Minuten zum Abschuss freigegeben

Am vergangenen Sonntag hatte die SG Leipzig/Zwenkau mit dem HVH Kamenz einen direkten Konkurrenten vor der Brust. Nachdem sich die Germanen bis zur 45. Minute den Ausgleich wieder hart erkämpft hatten, brachen sie danach plötzlich komplett ein und gerieten bis zum 37:29 Endstand völlig unter die Räder.

Den Beginn der Partie erwischten die Zwenkauer besser und gingen sogar mit 1:3 in Führung. Doch kurz darauf sollte sich die Baustelle auftun, welche sich wie ein roter Faden durch die restliche Begegnung ziehen und der Germania das Genick brechen sollte, die Abwehrarbeit. Ungewohnt naiv agierten die Gäste in der Deckung. Die Absprache war quasi nicht vorhanden und zudem ließ man sich ständig von der Sieben des HVH durch Wurftäuschungen oder das clevere Zusammenspiel mit dem Kreis verarschen. So gerieten die Gäste über die Stationen 6:4 und 11:7 immer mehr ins Hintertreffen. Lediglich im Angriff wahrte man, insbesondere dank eines Michael Remme mit förmlichen Shooter-Qualitäten, noch den Anschluss. Dennoch sah es beim 16:10 bereits nach einer Vorentscheidung für die Hausherren aus, aber die Germanen rafften sich noch einmal auf und konnten bis zur Halbzeit bis auf 17:14 verkürzen.

Bei nur drei Toren Rückstand war sicherlich noch nichts entschieden, weswegen das klare Ziel für den zweiten Durchgang war, die Deckung zu stabilisieren. Nach kurzen Startschwierigkeiten bis zum 20:16 fanden die Gäste im Abwehrverbund nun ihre Linie und traten entschlossener ihren Gegenspielern gegenüber. Die Zwenkauer kämpften sich Schritt für Schritt heran und konnten in der 45. Minute endlich den 24:24 Ausgleich erreichen. Eigentlich war das Spiel nun völlig ausgeglichen und die Germanen endlich am Drücker, aber auch nur „eigentlich“, denn was in der letzten Viertelstunde passierte kann sich wahrscheinlich immer noch keiner der Beteiligten erklären. Die Gäste stellten plötzlich das Handball spielen ein und die Kamenzer nutzen die Gelegenheit, um ihrem Gegner den Todesstoß zu verpassen. Der folgende 7:0 Lauf der Hausherren bis zum 32:25 läutete die Katastrophe ein. Die kurzzeitig stabilisierte Abwehr der Zwenkauer glänzte nun eher durch ihre Auflösungserscheinungen und im Angriff brachte man auch nichts mehr zu Stande, obgleich Michael Remme in Manndeckung genommen wurde. Lediglich der in den Rückraum verfrachtete Moritz Block konnte noch einige Akzente setzen. In den letzten Minuten überrannte der HVH die Germanen förmlich und konnte seinen Vorsprung kurz vor Schluss sogar auf zehn Tore beim Stand von 37:27 ausbauen. Immerhin konnten die Gäste noch mit zwei Toren in Folge diese völlig verdiente Klatsche zum 37:29 Endstand etwas schmälern.

Vollkommen unnötig und unerklärlich ging die SG Leipzig/Zwenkau in Kamenz völlig unter, nachdem man sich so beherzt erst wieder in diese Partie zurück gekämpft hatte. Dementsprechend verärgert zeigte sich Trainer Oliver Stockmar über die Leistung seiner Mannschaft, da sie sich vor allem zu keiner Zeit wirklich auf ihr sonst so starkes Abwehrsystem berufen konnte. Nun heißt es Mund abputzen und weiter machen, damit die letzten drei Spieler der Saison wieder positiv gestaltet werden können.

Zum Spielbericht des HVH Kamenz

Torhüter: Johannes Marek, Gino Löffler
Torschützen: Thomas Niese (2), Michael Remme (9), Sebastian Steinbach (1), Marcus Parybyk (1), Alexander Groß (9/4), Tobias Weiß, Moritz Block (6), Ron Günther, Adrian Sundorf (1)

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.