SG GERMANIA ZWENKAU
SG LEIPZIG-ZWENKAU
Mo 28.09.2015

Untergang 2.0

Das dritte Spiel der Saison führte die SG Leipzig/Zwenkau am vergangenen Sonntag nach Döbeln. Dort wollten die Germanen gegen die HSG Neudorf/Döbeln das eigene Ruder wieder herum reißen. Doch wer dachte, dass es nach dem Spiel gegen EHV Aue II nicht mehr schlimmer hätte kommen können, hatte sich leider erheblich geirrt.

Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht was ich hier schreiben soll, denn mir fehlen immer noch selbst die Worte bezüglich dessen, was dort in der Stadtsporthalle Döbeln abgelaufen ist. Deswegen werden in den folgenden Zeilen weder Formulierungen in der dritten Person geschweige denn Euphemismen oder Periphrasen wie „Germanen“ fallen, da diese genauso fehl am Platz und unnötig sind, wie den Spielerverlauf zu schildern.
Fakt ist, dass wir, die SG Leipzig/Zwenkau, auswärts gegen die HSG Neudorf/Döbeln verloren haben. Das ist sicherlich keine Schande, denn dieses Schicksal werden dort auch noch andere Mannschaften am eigenen Leib erfahren. Jedoch ist die Art und Weise dieser Niederlage, bei der uns die Hausherren mit 41: 25 (in Worten „Einundvierzig zu Fünfundzwanzig“) in unsere kleinsten Einzelteile zerlegten, eine Schande. Wir wollten diese Partie eigentlich dazu nutzen, um wieder in die Spur zu finden. Zeigen, dass wir über eine aggressive Abwehr, unserer einzigen Chance, in dieser Liga konkurrenzfähig sein können. Doch wie wir uns im dritten Spiel in Folge erneut präsentieren ist einfach nur blamabel und der Sachsenliga nicht würdig. Wer zumindest noch auf eine Reaktion unsererseits in den zweiten 30 Minuten gehofft hatte, nachdem zur Halbzeit beim 22:9 (in Worten „Zweiundzwanzig zu Neun“) eh schon längst wieder alles gegessen war, wurde von uns wiederholt bitter enttäuscht. Auflösungserscheinungen und keine Gegenwehr waren unser Leistungszeugnis bei diesem peinlichen Auftritt, während wir nach und nach gänzlich zum Gespött aller Zuschauer in der Stadtsporthalle Döbeln wurden. In den vergangenen Spielzeiten bestachen wir durch unsere starke Abwehr, aber derzeit sind wir mit 100 Gegentreffern (in Worten „Einhundert“) in lediglich drei Ligaspielen auf dem besten Weg, die Schießbude der Liga zu werden.

Bei unseren mitgereisten Fans können wir uns nur in aller Form entschuldigen, denn für solch ein Auftreten fahrt ihr nicht extra nach Döbeln oder Aue, um uns zuzusehen und uns anzufeuern. Derzeit spielen wir alle weit unter unseren Möglichkeiten. Ebenso sollte jeder von uns Spielern die Zeit nutzen, nicht nur sich selbst einmal seine eigene Leistung vor Augen zu führen und zu beurteilen, sondern sich auch zu hinterfragen mit welcher Einstellung er vorab in ein Punktspiel geht und insbesondere was er überhaupt bereit ist beizutragen, um dieses Projekt SG Leipzig/Zwenkau weiter voran zu bringen. Für diese Gedanken haben wir nun zwei Wochen Zeit, bevor uns die nächste schwere Aufgabe daheim gegen den HVH Kamenz erwartet.

Torhüter: Gino Löffler (2 gehaltene 7m), Niklas Pfeifer
Torschützen: Michael Remme (5), Alexander Groß (6/2), Tobias Weiß (1), Marcus Zobel (2), Marcel Magister (4), Ron Günther (4), Adrian Sundorf, Tom Schulz, Corvin Obst (3)

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.