SG GERMANIA ZWENKAU
SG LEIPZIG-ZWENKAU
So 20.09.2015

Untergang im Erzgebirge

Das zweite Saisonspiel verschlug die SG Leipzig/Zwenkau am vergangenen Wochenende ins Erzgebirge. Im Spiel gegen das Juniorteam EHV Aue II waren die Germanen vorab auf Wiedergutmachung aus, gerieten aber erneut unter die Räder und ließen sich mit 34:21 abschlachten.

Ähnlich wie gegen Cunewalde begann die Partie gegen den Aufsteiger aus Aue zunächst bis zum 4:4 ausgeglichen. Doch spätestens danach war jedes Vorhaben, sich besser als in der Vorwoche zu präsentieren und den jungen Hausherren vor allem durch eine körperliche Abwehr die Stirn zu bieten, völlig hinfällig. Denn in der Abwehr blieb man stets zu passiv und im Angriff traf man regelmäßig die falschen Entscheidungen, welche den Gastgeber spielend leicht zum Kontern einluden. Somit zog der EHV schon Mitte der ersten Hälfte auf 11:4 davon. In der verbliebenen Zeit lief weiterhin nicht mehr viel zusammen und wieder hingen die Köpfe der Germanen, als es beim Stand von 16:9 in die Kabine ging.

Im zweiten Durchgang wollten die Zwenkauer zumindest mit einer verbesserte Abwehrleistung als Grundlage den Schaden begrenzen und sich gegebenenfalls wieder zurück in die Partie kämpfen, aber leider konnten auch diese Vorsätze zu keiner Zeit umgesetzt werden. Schnell wuchs die Führung des Aufsteigers auf 26:17. Dann verletzte sich auch noch Aktivposten im Rückraum Maximilian Schulz und es bleibt vorerst unklar welche Diagnose ihn wie lange ausfallen lässt. Danach hatte das Auftreten der Germanen eher etwas von Auflösungserscheinungen. Die junge Sieben des EHV konnte nach Belieben aufspielen und erhielt diesbezüglich keine Gegenwehr mehr, sodass die Zwenkauer nun völlig unter die Räder gerieten und regelrecht vorgeführt wurden. Krampfhaft versuchte man, das Unheil noch so glimpflich wie möglich zu gestalten, aber auch diese Bemühungen scheiterten und am Ende wurden die Germanen aber mit 34:21 auch in dieser Höhe zu Recht abgeschlachtet.

Trainer Oliver Stockmar stellt sich nun die Frage, wo die guten Ergebnisse der Vorbereitung gelblieben sind. War das alles nur Schall und Rauch? Eines ist jedenfalls klar. Die SG Leipzig/Zwenkau präsentiert sich derzeit mit einem Niveau, das nicht ausreichend für die Sachsenliga ist. Zu der großen Baustelle „Angriff“, die in diesem Aufeinandertreffen erneut durch magere 36% Angriffseffektivität inklusive 19 TRF deutlich wurde, gesellt sich gegenwärtig auch noch die Abwesenheit der bekannten Abwehrstärke, welche in den vergangen Jahren stets die Grundlage für jeglichen Erfolg war. Denn die Germanen sind nun mal keine Mannschaft, welche die Liga zusammenschießen kann. Hinzu kommt, dass diese Spielzeit 15/16 weitaus schwieriger wird als die vergangene und man vor allem gegen Teams wie Cunewalde oder Aue punkten muss, um den Ligaverbleib sichern zu können. Erfahren die Zwenkauer nicht bald eine deutliche Leistungssteigerung gelten sie demnächst wohl als Abstiegskandidat Nummer Eins.

Torhüter: Gino Löffler, Marian Voigt
Torschützen: Michael Remme (5), Maximilian Schulz (3), Alexander Groß (3/2), Tobias Weiß (1), Marcus Zobel (2), Marcel Magister (2), Ron Günther (2), Jon Rösel, Adrian Sundorf (1), Tom Schulz (2)

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.