SG GERMANIA ZWENKAU
SG LEIPZIG-ZWENKAU
Mo 07.03.2016

Zwenkau bleibt daheim der Favoritenschreck

Erneut ging es am vergangenen Sonntag für die SG Leipzig/Zwenkau gegen niemand geringeren als den aktuellen Tabellenführer der Sachsenliga, aber dieses Mal kam er aus Hoyerswerda. Dennoch sahen die zahlreichen Zuschauer in der Stadthalle eine Partie auf Augenhöhe, in der sich am Ende die Germanen knapp mit 25:24 durchsetzen konnten.

Ähnlich wie der LHV, hatten auch die Zwenkauer wichtige Ausfälle zu beklagen. So konnte Trainer Oliver Stockmar auf keinen seiner üblichen Torhüter zurückgreifen, da Johannes Marek kurzfristig aufgrund einer Gastroenteritis ausfiel und Marian Voigt wegen disziplinarischer Maßnahmen nicht mitwirken durfte. Dementsprechend stand mit Jonas Vogler ein ehemaliges Zwenkauer Eigengewächs im Kasten und dieser bekam auch sofort nach Anpfiff einiges zu tun, denn die Gäste wollten gleich deutlich machen, wer an diesem Tag die Punkte mitnehmen wollte. Bis zum 5:5 konnten die Hausherren noch Paroli bieten, danach agierten sie aber mehr und mehr ungeduldig und die in der Folge überhand nehmenden Einzelaktionen waren stets nicht von Erfolg gekrönt, so dass der LHV sich bis auf 5:10 absetzen konnte. Nach der Auszeit fanden die Mannen von Trainer Oliver Stockmar aber wieder zurück in die Spur und konnten bis zum Halbzeitpfiff auf 11:12 verkürzen.

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten die Gastgeber. Zuerst glichen sie zum 12:12 aus und gingen im direkten Anschluss auch noch in Führung. Das Spiel kippte nun zugunsten der SG und die Sieben aus der Elsterstadt konnte nur noch bis zum 16:15 Schritt halten, denn danach lag das Momentum klar bei den Germanen. Die Gäste wurden aufgrund der stark aufspielenden Abwehr der SG zunehmend ratloser und ließen sich zu Fehlern hinreißen, welche das Team von Trainer Stockmar gnadenlos bestrafte, weswegen die Zwenkauer in der 52. Spielminute sogar die vermeintliche Vorentscheidung zum 21:17 erzielen konnten. Ein Wechselfehler des LHV spielte den Hausherren zusätzlich in die Karten. Doch zu früh gefreut, denn einfache Fehler und überhastete Abschlüsse entfesselten beim Gegner noch einmal die letzten Kraftreserven, welche ihn bis zum erneuten 24:24 Ausgleich in der letzten Spielminute trugen. Jedoch konnten die Zwenkauer dem LHV noch einmal eine Zeitstrafe entlocken und hatten somit genug Zeit die Überzahl clever bis zum Torerfolg auszuspielen. Der letzte Angriff der Gäste resultierte dann noch in einem direkten Freiwurf, welcher sein Ziel aber verfehlte, so dass die Germanen am Ende freudetaumelnd einen verdienten 25:24 Heimsieg feiern konnten.

Ein zweites Mal wird sich der Rest der Liga vor Verwunderung die Augen reiben, denn erneut wird die SG Leipzig/Zwenkau für den Tabellenführer zum Stolperstein und beendet damit nicht nur die bis dato überragende Serie von zwölf LHV-Pflichtspielsiegen in Folge, sondern sichert sich auch weitere zwei „Big Points“ im Abstiegskampf. Außerdem machen die Zwenkauer somit einen gehörigen Satz auf Tabellenplatz acht, da die direkten Konkurrenten Döbeln und Cunewalde patzten. An dieser Stelle soll nochmal gesondertes Lob und Dank an Jonas Vogler ausgesprochen werden, der wegen der kurzfristig aufgetretenen, prekären Torhütersituation direkt auf Abruf in die Bresche sprang und dennoch nicht nur eine gute Leistung zeigte, sondern sich auch in der wichtigen Phase als der nötige Rückhalt seines Teams entpuppte.

Das war der vierte Streich. Folgt der fünfte nun sogleich? Die Chance dazu haben hat die SG Leipzig/Zwenkau bereits am nächsten Wochenende. Dort erwartet das Team von Trainer Oliver Stockmar auswärts eine weitere schwere Aufgabe gegen den HC Elbflorenz 2006 II, gegen den man im vergangenen Jahr noch den ersten Heimsieg der Saison einfahren konnte. Sofern die Germanen die aktuelle Leistung weiterhin abrufen können, sollte dieses Duell ebenfalls auf eine spannende Partie hinauslaufen
Anpfiff ist Samstag, der 12.03.2016 um 18:00 Uhr in der EnergieVerbund Arena in Dresden.

Torhüter: Jonas Vogler, Marian Voigt
Torschützen: Michael Remme (2), Sebastian Steinbach (n.e.), Alexander Groß (1), Marcus Zobel (n.e.), Ron Günther (n.e.), Daniel Sowada (2), Daniel Centner (3), Lukas Stähr (n.e.), Tom Schulz (n.e.), Oskar Emanuel (8/2), Oliver Seidler (2), Marc Esche (7)

Zum Spielbericht des LHV Hoyerswerda

Glückliche Hand & Gut Wurf!

A.G.